Junge Herren der Gräser

Unsere Tierpfleger haben am 31. Mai früh morgens kleine Riesennager entdeckt!

Als Meerschweinchen verwandte sind die jungen Wasserschweine, auch Capybara genannt, von Anfang an mobil und nehmen neben Milch auch feste Nahrung zu sich. Nach ca. 5 Monaten Tragzeit wogen sie bei ihrer Geburt schon fast 1,7 kg und werden nun täglich an die 50 g zulegen. Dies ist auch notwendig denn in der Natur haben junge Capybaras viele Fressfeinde. Wer also das Trio im Miniformat auf unserer Südamerikaanlage sehen möchte muss sich beeilen.

Die Mutter Frau Böcking kümmert sich liebevoll um ihren ersten Nachwuchs, der auch schon seinem Namen alle Ehre macht. Denn die Liebe zum Wasser ist den kleinen angeboren. Dazu besitzen sie zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute und können minutenlang tauchen. Ihr Geschlecht konnte noch nicht festgestellt werden. Solange sie nicht geschlechtsreif sind ist dies grundsätzlich nicht ganz einfach. Der Vater Herr Böcking ist allerding auf Grund seiner Körpergröße und an seiner Duftdrüse auf dem Nasenrücken ganz gut erkennbar. Trotzdem Capybaras sehr gesellige Tiere sind, beteiligt er sich an der Aufzucht seiner Jungen kaum.

Als die ersten europäischen Siedler Südamerikas das Capybara sahen bezeichneten sie es fälschlicherweise als "puerco de agua“ was zu Deutsch Wasserschwein bedeutet. Dies ist für das größte lebende Nagetier der Erde eher unzutreffend. Der Name Capybara stammt aus der Sprache der Guaraní Indianer und bedeutet „Herr des Grases“ was schon auf Lieblingsspeise der Nager hinweist. Bei den meisten Indios war und ist das Capybara als Fleischlieferant und wegen seiner Haut sehr begehrt. Trotz anhaltender Bejagung gilt es in seiner Heimat heute als nicht bedroht.

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