Nachwuchs bei den Pinguinen

Bei unseren Humboldtpinguinen knackt es wieder im Nest: die Küken fangen an die Eischalen aufzubrechen. Am Weltpinguintag (25.04.) hat es das erste Küken geschafft sich nach rund 40 Tagen Brutzeit aus dem Ei zu befreien. Die Eltern Carlos und Michelle sind bereits sehr erfahren in der Kükenaufzucht und versorgen den Kleinen fürsorglich. Sie werden nicht lange alleine in der Wahrnehmung elterlicher Pflichten sein. In den nächsten Tagen werden auch bei den anderen 5 Brutpaaren der Kükenschlupf erwartet. Das Geschlecht ist äußerlich bei Humboldtpinguinen nicht eindeutig zu erkennen. Da hilft nur eine Geschlechtsbestimmung mit Hilfe eines Chromosomentestes. Dazu werden Federproben in ein Speziallabor geschickt. Dafür ist der Kleine aber noch zu jung und so bleibt sein Geschlecht erst einmal sein Geheimnis.  

Übrigens nehmen wir bei unseren Pinguinen eine Geburtenkontrolle vor. Inzwischen gibt es sehr viele Humboldtpinguine in zoologischen Einrichtungen. Um Sicherzustellen, dass alle unsere Nachzuchten später einen Platz in einem Zoo bekommen, darf jedes Paar nur noch ein Küken aufziehen. Das zweite Ei wird von den Pflegern aus dem Nest genommen, bevor sich ein Küken beginnt darin zu entwickeln. So dürfen alle unsere Paare Jungtiere aufziehen und wir stellen sicher, dass wir die Jungtiere später gut vermitteln können.  
In der Natur sieht die Bestandssituation des Humboldtpinguines leider ganz anders aus. Als Folge von Klimaerwärmung, Verlust der Brutgebiete und Überfischung sinkt die Zahl der Humboldtpinguine stetig. Daher gilt er heute als "gefährdet (VU)". Der Zoo Schwerin nimmt am EEP für den Humboldtpinguin teil. Der Zoo Schwerin unterstützt  Sphenisco – Schutz des Humboldtpinguins e.V. in seinen Bemühungen den Artenschutz im natürlichen Lebensraum des Humboldtpinguins voran zu treiben.

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