Federn, Schnäbel
und noch mehr

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Ein bisschen was von allem - Die Wasservogelanlage

Pinguine & Pelikane - dazu noch Affen, Frösche und mehr

Hier geht es nicht nur um Enten, Gänse und Reiher. Bei einem Spaziergang um die zentrale Teich- & Moorlandschaft entdeckt man noch viel mehr. Denn hier leben auch Affen, Frösche, Stachelschweine und einige, vielleicht noch unbekannte Arten.

Für alle etwas dabei!

Die absoluten Lieblinge auf dieser Runde sind die Humboldtpinguine, die sich hin und wieder im Wasser erfrischen oder mit Artgenossen spielen. Bei der kommentierten Schaufütterung geht es hier richtig rund. Weiter geht es vorbei an Flamingos und Pelikanen. Stachelschweine, Sumpfschildkröten, Gibbons und Baumstachler begegnen dem Besucher ebenfalls. Ein Blick lohnt sich auch in das Froschhaus. Hier leben einheimische Amphibien, also Grasfrosch, Feuersalamander und Co. Fast nebenan ist das Forschercamp. Hier kann man selbst gesammelte Wasserproben mikroskopieren und mal schauen, was alles im Wasser lebt. Vielleicht kommen auch mal die Kattas vorbei gesprungen. Diese Lemuren mit dem schwarz-weißen Schwanz können frei durch den Zoo wandern, wenn sie keine Lust mehr auf Dösen auf ihrer Insel haben. Schnell ein Blick auf die Kaupzineraffen geworfen und hin zu den Volieren. Hier lassen sich die farbenprächtigen Loris füttern. Sie wohnen direkt neben einem der seltensten Vögel der Welt, dem Bali-Star. Ein Pärchen brütet hier unter Beobachtung von Kuhreihern und Abdimstörchen.

So schön anzusehen, auch noch für die nächsten Generationen?

Was für ein herrliches Tier! Das denken sich viele, wenn nicht alle Besucher. Dabei wird häufig vergessen, dass die wildlebenden Artgenossen um das Überleben ihrer Art kämpfen. Verlust von Lebensraum, direkte Bejagung oder Klimaveränderungen sind allzuhäufig die Ursache. Wie hoch das Risiko des Aussterbens für die im Zoo Schwerin gezeigten Tierarten ist, sehen Sie hier:

Bewohner Bedrohungsstatus Erhaltungsprogramm
Bali-Star vom Aussterben bedroht (CR) EEP
Katta stark gefährdet (EN) EEP
Kappengibbon stark gefährdet (EN) EEP
Humbolt-Pinguin gefährdet (VU) EEP

Fütterungen

Pinguine

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Tierpatenschaften

Das gibt's zu sehen!

Balistar

Balistar

Steckbrief

wiss. Name Leucopsar rothschildi
Größe 25 cm
Gewicht 90 – 110 g
Tiergruppe Stare
Anzahl 4 in Schwerin / 50 wild

Balistare lebten außerhalb der Paarungszeit in Schwärmen von 20 - 40 Individuen (eigentlich). Zur Paarungszeit bilden sich Paare, die ihr Revier gegen Artgenossen verteidigen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt auf der Insel Bali. Sie ernähren sich vorwiegend von Insekten.

Bei uns lebt ein Zuchtpaar dieser Starenvögel. Er stammt aus Frankreich, sie aus Polen. Beide wurden via Köln von dem dort ansässigen Zuchtbuchkoordinator (EEP) an uns vermittelt. Bereits im Jahr ihrer Ankunft (2016) schritt das Paar zum ersten Mal erfolgreich zur Brut und zog zwei männliche Jungvögel auf.

Artenschutz

Der Balistar ist einer der seltensten Vögel der Welt und ist als „vom Aussterben bedroht (CR)“ eingestuft. Man geht von nur noch 50 wildlebenden Vögeln in ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet aus. Sie werden durch Lebensraumzerstörung und den illegalen Fang für den privaten Heimtiermarkt bedroht. Dank der Wiederauswilderung von u. a. in Zoos geborenen Balistaren auf Bali und der benachbarten Insel Nusa Penida kann die Population ergänzt werden.

Baumstachler - Urson

Baumstachler - Urson

Steckbrief

wiss. Name Erethizon dorsatum
Größe bis 90 cm
Gewicht 3,5 – 7 kg (max. 18 kg)
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Nordamerikanische Baumstachler verbringen den Großteil ihres Lebens auf Bäumen. Zum Schutz haben sie 3 –10 cm lange Stacheln mit Widerhaken. Dringen diese in den Körper des Angreifers ein, richten sich die Widerhaken auf und können beginnen zu wandern. Häufiger sind jedoch Infektionen durch die verschmutzten Stacheln.

Bei uns lebt das Pärchen Hally & Hubert. Tagsüber ruhen sie gerne auf einer Astgabel im Baum. Sobald aber der Tierpfleger mit Futter lockt, kommt die Beiden in Bewegung. Raupenartig klettern sie vom Baum und machen sich über das Futter her.

Artenschutz

Der Nordamerikanische Baumstachler ist gilt als "nicht bedroht (LC)“. Ganz anders sieht es beim in Südamerika lebenden Verwandten dem Borstenbaumstachler aus. Dieser ist durch Lebensraumzerstörung zur Schaffung landwirtschaftlicher Flächen und durch die Jagd „gefährdet (VU)“.

Großer Emu

Großer Emu

Steckbrief

wiss. Name Dromaius novaehollandiae
Größe 180 cm
Gewicht bis 50 kg
Tiergruppe Laufvögel
Anzahl 2 in Schwerin

Sein wissenschaftlicher Name Dromaius novaehollandiae (Neuholländischer Läufer) verrät schon einiges über ihn. Der auf dem australischen Festland weit verbreitete Emu läuft nämlich über längere Strecken bis zu 50 km/h schnell. Dazu haben sie ihre Flugfähigkeit eingebüßt und im Gegenzug kräftige Bein- und Beckenmuskulatur entwickelt.

Das Brutgeschäft und die Aufzucht der Küken werden vollkommen dem Hahn überlassen. Die Hennen mischen sich da nicht ein. Bei uns im Zoo können sie dieses Verhalten derzeit nicht beobachten da wir mit Hilde und Bärbel zwei weibliche Tiere halten.

Artenschutz

Zwei der drei Arten der Gattung wurden bereits im 19. Jahrhunderts ausgerottet. Trotzdem ist die verbleibende Art des Emus gut vertreten und daher „nicht gefährdet (LC)“.

Europäische Sumpfschildkröte

Europäische Sumpfschildkröte

Steckbrief

wiss. Name Emys orbicularis
Größe bis 20 cm
Gewicht 400 – 700 g
Tiergruppe Reptilien
Anzahl 3 in Schwerin

Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige heimische Schildkrötenart. Während des Mittelalters landete sie in der Fastenzeit regelmäßig auf dem Speisetisch da sie zu den Fischen gezählt wurde, deren Verzehr ja erlaubt war. Diese Praxis hat schon früh zu einem massiven Rückgang der deutschen Bestände geführt.

Im Zoo Schwerin halten wir ein männliches und zwei weibliche Tiere. Sie sind in einem kleinen, von der übrigen Teichanlage abgetrennten Bereich zu finden. Direkt gegenüber der Gibbon-Insel. Dies geschieht zum Schutz vor den größeren und aggressiven Nordamerikanischen Schmuckschildkröten. Diese eingeschleppten Arten wandern zwischen unseren Gewässern und den Seen rund um den Zoo hin und her.

Artenschutz

Lokal ist die Europäische Sumpfschildkröte stark bedroht, aber wegen ihrer weiten Verbreitung wird sie „nur“ als „potenziell gefährdet (NT)“ gelistet. Ein großes Problem für unsere Populationen stellen ihre nordamerikanischen Verwandten (Rot- und Gelbwangen-Schmuckschildkröte) dar. Sie werden relativ häufig gehalten und von Besitzern die ihrer überdrüssig geworden sind in die freie Natur entlassen. Dort konkurrieren diese mit unserer heimischen Schildkröte um Nahrung, Sonnen- und Brutplätze.

Allfarblori

Allfarblori

Steckbrief

wiss. Name Trichoglossus haematodus
Größe 25 – 30 cm
Gewicht 100 – 157 g
Tiergruppe Eigentliche Papageien
Anzahl 23 in Schwerin

Gebirgsallfarbloris ernähren sich überwiegend von Blütennektar. Die Zunge ist dazu dicht mit Papillen besetzt. Diese saugen sich in der Blüte wie ein Schwamm mit Nektar voll und werden anschließend am Gaumen ausgedrückt. Neben dem Nektar fressen sie auch Pollen, Obst und gelegentlich Sämereien sowie Insekten. (288)

Bei uns erhalten die Loris einen speziellen Brei als Nektarersatz, den sie mehrmals täglich frisch bekommen. Daneben gibt es Obst und verschiedene Samen. Zu festen Öffnungszeiten dürfen Besucher die Voliere betreten und die Loris füttern.

Artenschutz

Der Gebirsgallfarblori gilt als „nicht gefährdet (LC)". Früher wurden die Vögel für die private Vogelhaltung in großen Stückzahlen gefangen, weswegen internationale Handelsbeschränkungen zum Schutz festgelegt wurden (CITES).

Humboldt-Pinguin

Humboldt-Pinguin

Steckbrief

wiss. Name Spheniscus humboldti
Größe bis 45 cm
Gewicht etwa 4 kg
Tiergruppe Vögel und Pinguine
Anzahl ca. 30 in Schwerin / 2.500-10.000

Humboldtpinguine ernähren sich von Fisch und sind an ein Leben im Wasser angepasst. Die flugunfähigen Vögel haben einen stromlinienförmigen Körperbau mit Flügeln die zu Rudern umfunktioniert wurden. Das Dichte Federkleid schützt sie nicht nur vor Wind und Wetter, sondern verhindert auch, dass kaltes Wasser an den Körper dringt. Wie andere Koloniebrüter lassen sich auch Pinguine nur in der Gruppe züchten. Die Paare benutzen dazu alljährlich dieselben Nisthöhlen.

Die Tierpfleger können unsere Humboldtpinguine anhand ihres individuellen Punktmuster eindeutig voneinander unterscheiden. Fragen Sie doch bei einer unserer kommentierten Fütterungen nach den Namen der einzelnen Tiere.

Artenschutz

Als Folge von Klimaerwärmung und Überfischung sinkt die Zahl der Humboldtpinguine stetig. Daher gilt er heute als "gefährdet (VU)". Der Zoo Schwerin nimmt am EEP für den Humboldtpinguin teil. Der Zoo Schwerin unterstützt Sphenisco e.V. in seinen Bemühungen den Artenschutz im natürlichen Lebensraum des Humboldtpinguins voran zu treiben.

Kappengibbon

Kappengibbon

Steckbrief

wiss. Name Hylobates pileatus
Größe 50 cm
Gewicht bis 10 kg
Tiergruppe Kleine Menschenaffen
Anzahl 4 in Schwerin / 47.000 wild

Die monogamen Kappengibbons leben in kleinen Familienverbänden in den Bäumen des tropischen Südostasiens. Um ihr Territorium abzustecken benutzen sie Gesänge, die in den Wäldern weithin zu hören sind. Kennzeichnend für alle Gibbons sind ihre langen Arme, die ihnen das „Schwinghangeln“ ermöglichen. Damit können sie sich schnell und energieeffizient durch das Geäst bewegen.

Unser Kappengibbon-Mann Yen-Bay ist durch seine Schwarzfärbung ganz leicht von seiner grau gefärbten Frau Tatiana unterscheiden. Nicht bei allen Gibbonarten ist das Männchen vom Weibchen durch die Färbung zu unterscheiden. Ihre zwei Töchter leben in einer seperaten Anlage in der Nähe der Vogelanlagen.

Artenschutz

Kappengibbons leben ausschließlich in den Bergwälder Thailands und Kambodschas. Sie sind durch Lebensraumverlust „stark gefährdet (EN)“. Deshalb hat sich der Schweriner Zoo am EEP beteiligt. In diesem Erhaltungszuchtprogramm sind derzeit 13 Zoos mit etwa 56 Tieren angeschlossen.

Katta

Katta

Steckbrief

wiss. Name Lemur catta
Größe 95 – 108 cm
Gewicht 2,2 – 3,5 kg
Tiergruppe Lemuren
Anzahl 5 in Schwerin / über 1.040 wild

Der schwarz-weiß geringelte Schwanz wird beim Gehen hochgetragen. So bleibt die Gruppe auch in hoher Vegetation zusammen, da man die Schwänze der Artgenossen noch sehen kann. Männchen nutzen ihren Schwanz daneben zu sogenannten Stinkkämpfen untereinander. Er wird mit einem speziellen Sekret eingerieben und dann vor dem Gegner hin und her gewedelt.

Bei uns lebt eine Zuchtgruppe auf einer Insel neben der Tapiranlage. Die Kattas können die Insel aber verlassen und das ganze Zoogelände nutzen. So kann man als Besucher einem um streunenden Katta sehr nahe kommen. Aber bitte nicht füttern oder anfassen!

Artenschutz

Kattas kommen ausschließlich auf Madagaskar vor. Sie sind in ihrem Bestand "stark gefährdet (EN)". Hauptursachen der Bedrohung sind die Lebensraumszerstörung zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen und die Wilderei. Wir beteiligen uns am ESB für Kattas.

Kubaflamingo

Kubaflamingo

Steckbrief

wiss. Name Phoenicopterus ruber
Größe 150 cm
Gewicht bis 3 kg
Tiergruppe Vögel
Anzahl 20 in Schwerin

Der rings um die Karibik beheimate Kubaflamingo besitzt die intensivste Rotfärbung aller Flamingoarten. Die Färbung ist den Vögeln nicht angeboren, sie entsteht durch Farbstoffe die sie mit der Nahrung aufnehmen. In der Natur sind dies kleine Krebse, im Zoo wird dieser Farbstoff dem Futter zugesetzt.

Bei uns im Zoo kann man erkennen, dass das Nest der Flamingos aus einem eingedellten Schlamm-Kegel besteht. Wenn sie genau hinsehen, können sie im Frühjahr auch die kleinen grau befiederten Küken auf und um die Nester beobachten. Ähnlich wie Tauben werden sie zu Beginn auch noch von der „Kropfmilch“ ihrer Eltern ernährt.

Artenschutz

Der Kubaflamingo ist auf Grund seines relativ großen Verbreitungsgebietes derzeit als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft. Es gibt noch 5 weitere Arten, die unterschiedlich stark gefährdet sind.

Kuhreiher

Kuhreiher

Steckbrief

wiss. Name Bubulcus ibis
Größe 46 – 56 cm
Gewicht 300 – 450 g
Tiergruppe Schreitvögel
Anzahl 6 in Schwerin

Kuhreiher ernähren sich von Insekten und anderen Wirbellosen. Daher folgen sie gerne Vieh, welches beim Gehen Insekten hochschreckt, oder sitzen auf diesen und picken Parasiten aus ihrer Haut. Daher kommt der Name Kuhreiher. (235)

Bei uns leben sechs männliche Kuhreiher zusammen mit den Abdimstörchen in einer Voliere. Da es schwierig geworden ist für die Jungtiere eine artgemäße Haltung zu finden, haben wir uns entschieden, nicht mehr zu züchten und haben die weiblichen Tiere an andere Zoos vermittelt.

Artenschutz

Der Kuhreiher gilt als "nicht gefährdet (LC)". Anders ist es beim verwandten Madagaskarreiher. Die Bestände sind durch Trockenlegung von Sümpfen und durch das Sammeln von Eiern sowie der Jungtiere für den menschlichen Verzehr bedroht.

Marabu

Marabu

Steckbrief

wiss. Name Leptoptilos crumeniferus
Größe 1,15 – 1 m
Gewicht 5 – 9 kg
Tiergruppe Schreitvögel
Anzahl 2 in Schwerin

Marabus sind Aasfresser und können mit ihrem kräftigen Schnabel Tierkadaver öffnen, um an die Innereien zukommen. Daher sind Kopf und Hals federlos, denn so lassen sie sich leichter von Blut und Fleischresten reinigen. Neben Aas erbeuten Marabus auch Insekten und kleinere Wirbeltiere.

Bei uns lebt ein Pärchen. Marabumännchen sind in der Partnerwahl recht wählerisch. Ein "ungewolltes" Weibchen wird mit heftigen Schnabelhieben vom Nest vertrieben. Wir halten ein Pärchen und hoffen, dass es bei den Beiden mit Nachwuchs klappt. Sie heißen übrigens Hermann (das Weibchen!) und Truthelm (der Mann). Zunächst ging man davon aus, dass Hermann ein Männchen ist und Truthelm eine Trude. Das hatte sich aber dann als falsch erwiesen.

Artenschutz

Der Afrikanische Marabu gilt als "nicht gefährdet (LC)". Dagegen sind die beiden anderen Vertreter der Marabus, der Sunda-Marabu und der Argala-Marabu, in ihren Beständen "gefährdet (VU)" bzw. "stark gefährdet (EN)". Hauptbedrohungsfaktoren sind die Trockenlegung der Lebensräume und das Fällen von Nestbäumen. Wir beteiligen uns am ESB.

Rosapelikan

Rosapelikan

Steckbrief

wiss. Name Pelecanus onocrotalus
Größe 1,5 – 1,8 m
Gewicht 5,4 – 11,0 kg
Tiergruppe Ruderfüßer
Anzahl 9 in Schwerin

Auffälligstes Merkmal aller Pelikane ist der große Kehlsack an dem langen Schnabel. Mit deren Hilfe fangen sie Fische aus dem Wasser. Rosapelikane jagen gemeinsam in der Gruppe und treiben die Fischschwärme ins seichtere Wasser, wo sie sich leichter zu fangen sind.

Bei uns leben die Rosapelikane die Saison über auf der großen Teichanlage. Gebrütet wird im Winter in der Innenanlage. Mithilfe der Beleuchtung wird die Tageszeit verlängert und die Vögel so in Brutstimmung versetzt.

Artenschutz

Der Rosapelikan ist sehr weit verbreitet und kommt in einzelnen Populationen über ganz Afrika, in Südeuropa und bis nach Indien vor. Er gilt als "nicht gefährdet (LC)auch wenn die Bestände in Europa durch Zerstörung ihres Lebensraumes (insbes. Trockenlegung von Gewässern) stark abnehmen. Einige Brutkolonien sind sogar erloschen.

Rotnackenwallaby

Rotnackenwallaby

Steckbrief

wiss. Name Macropus rufogriseus
Größe 1,62 – 1,80 m
Gewicht 14 – 27 kg
Tiergruppe Kängurus
Anzahl 9 in Schwerin

Rotnackenwallabys oder auch Benett-Känguru genannt, gehören zu den Beuteltieren. Die weibliche Kängurus können drei Jungtiere gleichzeitig haben: ein Jungtier ist bereits außerhalb des Beutels wird aber noch gesäugt, eines ist noch im Beutel und ein weiteres wartet als Embryo im Uterus darauf, dass eine Zitze im Beutel frei wird.

Bei uns lebt eine Zuchtgruppe bestehend aus einem Männchen mit acht Weibchen zusammen. Rotnackenwallabys sind recht winterhart, weswegen sie sich auch im Winter gerne auf ihrer für Besucher begehbaren Außenanlage aufhalten.

Artenschutz

Das Rotnackenwallaby gilt als "nicht gefährdet (LC)". Viele andere in Australien und Ozeanien lebende Känguruarten, wie z. B. die Baumkängurus oder Felsenkängurus sind es hingegen, teilweise sogar „vom Aussterben bedroht (CR)“. Lebensraumzerstörung, Jagd und vor allem eingeschleppte Beutegreifer (z. B. Rotfuchs) gefährden die Bestände.

Weißschwanz-Stachelschwein

Weißschwanz-Stachelschwein

Steckbrief

wiss. Name Hystrix indica
Größe 70 - 90 cm
Gewicht 11 - 18 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Stachelschweine haben ihr Haar- in ein Stachelkleid umgewandelt. Bei Beunruhigung sträuben die Tiere die Stacheln und erscheinen dadurch größer. Hält die Bedrohung an, klappern sie mit zu Rasseln umgewandelten Stacheln. Ist der Feind noch nicht abgeschreckt, kehrt das Stachelschwein ihm das Hinterteil zu und rammt ihm seine Stacheln in die Haut. Eingedrungene Stacheln lösen sich leicht vom Stachelschweinrücken und bleiben im Körper des Angreifers stecken.

Unsere beiden Stachelschweine heißen Bürste (Er) und Bushra (Sie). Ihr Name bedeutet Zuversicht und wurde von den Pflegern in der Hoffnung auf baldigen Nachwuchs ausgewählt.

Artenschutz

Weißschwanzstachelschweine sind von Kleinasien bis nach Indien weit verbreitet. Es liegt keine unmittelbare Bedrohung der Art vor, daher werden Weißschwanzstachelschweine (wie die meisten übrigen Stachelschweinarten) als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft.

Weissstorch

Weissstorch

Steckbrief

wiss. Name Ciconia ciconia
Größe 80 – 100 cm
Gewicht 2,5 – 4,5 kg
Tiergruppe Schreitvögel
Anzahl 2 in Schwerin

Das typische Klappern der Weißstörche dient zum einen der Begrüßung des Partners, zum anderen zur Markierung des Reviers gegenüber Artgenossen. Treu sind sie nur dem Brutplatz und nicht dem Partner. Es kommt vor, dass die Männchen sich bereits mit einem anderen Weibchen verpaart haben, wenn die ehemalige Partnerin eintrifft (die Männchen kommen als erstes am Nest an).

Bei uns lebt ein Pärchen auf der Teichanlage. Im Sommer ernähren sie sich viel von den Kleintieren am und im Wasser, erhalten aber natürlich täglich zusätzlich ihre Futterration vom Tierpfleger.

Artenschutz

Der Weißstorch gilt als "nicht bedroht (LC)“.  In der Roten Liste Deutschlands gilt der Weißstorch jedoch als "gefährdet". Vor allem durch die Zerstörung des Lebensraumes (Trockenlegung etc.), sind die Bestände in Deutschland zurückgegangen.