Fell, Milch und gebären lebend -
Die Säuegtiere

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Die Säugetiere im Zoo Schwerin

Kloakentiere, Beuteltiere und Plazentatiere

Die Säugetiere stammen von säugerähnlichen Reptilien (Synapsiden) ab, die heute ausgestorben sind. Die Synapsiden trennten sich entwicklungsgeschichtlich schon vor über 300 Mio. Jahren von den Sauropsiden (heutigen Vögel und Reptilien).

Die Säugetiere werden in drei Unterklassen unterteilt: die Kloakentiere (Monotremata), die Beuteltiere (Marsupialia) und die Plazentatiere (Placentalia). Bei den Kloakentieren münden die Geschlechtsorgane, der Harnleiter und der Darm in eine einzige Öffnung, der Kloake. Im Gegensatz zu den anderen beiden Unterklassen sind sie nicht lebendgebärend, sondern legen Eier. Die fünf rezenten Arten der Kloakentiere kommen nur noch in Australien und Neuguinea vor. Bei den Beuteltieren werden die Jungtiere in einem frühen, embryonalen Stadium geboren und reifen im Beutel der Mutter weiter heran. Die ungefähr 320 rezenten Beuteltierarten leben ausschließlich in Australien und Amerika. Die Plazentatiere stellen die dominante Gruppe der Säugetiere dar. Sie besitzen eine komplexe Plazenta und die Embryos reifen im Uterus heran.

 

Säugetiermerkmale

Sobald man an eierlegende Tiere denkt, fallen einem sofort die Vögel ein. Nun legen aber auch einige Säugetiere Eier. Was sind daher die Merkmale, die nur Säugetiere haben und zwar alle von ihnen? Hier eine Auflistung einiger dieser Merkmale:

  • Echte Haare (Bildung der Oberhaut). Das was bei anderen Tieren als „Haare“ bezeichnet wird (z. B. Brennhaare bei Raupen) sind biologisch gesehen keine Haare, da sie nicht von der Oberhaupt gebildet werden.
  • Jungtiere werden mit Milch versorgt. Bei den Beutel- und Plazentatieren münden die Ausführgänge der Milchdrüsen in Zitzen an denen die Jungtiere saugen müssen, um Milch zu bekommen. Bei den Kloakentieren läuft die Milch in eine Rinne und wird von den Jungtieren aufgeschleckt.
  • Säugetiere haben ein sekundäres Kieferngelenk. Die Knochen, die ursprünglich das Kiefergelenk gebildet haben, sitzen bei den Säugetieren im Ohr und sind Gehörknöchelchen geworden (Amboss und Hammer). Bei Beuteltieren findet diese Umstellung noch nachgeburtlich statt.
  • Das Gebiss bei Säugetieren ist primär heterodont, d.h. die Zähne sind unterschiedlich geformt und können in die Zahntypen Schneide-, Eck-, Vorbacken- und Backenzähne unterteilt werden. Je nach Ernährung variiert die Anzahl der Zähne innerhalb der Zahntypen und deren genaue Form. Bei Fleischfressern sind die Backenzähne z. B. eher spitz, während sie beim Pflanzenfresser breit sind. Bei den Zahnwahlen sind die Zähne wieder gleichförmig (homodont) geworden.
  • Diphyodontie hat jeder schon einmal durchgemacht. Es ist der Zahnwechsel. Die sogenannten Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt.
  • Nur Säugetiere besitzen ein muskulöses Zwerchfell. Das Zwerchfell trennt den Brust- vom Bauchraum und spielt eine wichtige Rolle bei der Atmung. Verkrampft das Zwerchfell hat man Schluckauf.

 

Schutz dringend notwendig

Von den 5.560 in der Roten Liste der IUCN geführten Säugetierarten sind 83 bereits ausgerottet worden, zwei Arten existieren nur noch in Menschenobhut, 1.194 Arten sind bedroht und 350 potentiell gefährdet. Die fortschreitende Lebensraumzerstörung durch den Menschen zur Gewinnung von Flächen oder Ressourcen, die Verschmutzung der Lebensräume, die illegale Jagd und der Klimawandel sind die Hauptursachen für den Rückgang vieler Säugetierarten.

Welche bedrohten Arten wir im Zoo Schwerin halten, sehen Sie hier:

 

Bewohner

Bedrohungsstatus

Zuchtprogramm

Amurtiger

stark gefährdet (EN)

EEP, ISB

Eurasischer Fischotter

potentiell gefährdet (NT)

EEP

Europäisches Mufflon

gefährdet (VU)

 -

Flachlandtapir

gefährdet (VU)

EEP

Gelbbrustkapuziner

vom Aussterben bedroht (CR)

EEP

Goldkopflöwenäffchen

stark gefährdet (EN)

EEP

Großer Ameisenbär

gefährdet (VU)

EEP

Großer Mara

potentiell gefährdet (NT)

 -

Kappengibbon

stark gefährdet (EN)

EEP

Katta

stark gefährdet (EN)

ESB

Mähnenspringer

gefährdet (VU)

 -

Roter Panda

gefährdet (VU)

EEP

Rotschildgiraffe

gefährdet (VU)

EEP

Rothund

stark gefährdet (EN)

EEP

Springtamarin

gefährdet (VU)

EEP

Südliches Breitmaulnashorn

potentiell gefährdet (NT)

EEP

Streifenhyäne

potentiell gefährdet (NT)

ESB

 

Bedrohte Haustiere

Auch Haustiere können bedroht sein. Auf unserem Bauernhof zeigen wir bedrohte Rassen.

Mithelfen!

Werde ein Teil des Zoos und unterstütze uns durch die Übernahme einer Tierpatenschaft. Tieren verboten!

Patenschaften

Amur Tiger

Amur Tiger

Steckbrief

wiss. Name Panthera tigris altaica
Größe 190 bis 220 cm
Gewicht 100 bis 300 kg
Gewicht Großkatzen
Anzahl 3 in Schwerin / 360 wild lebend

Der Sibirische oder auch Amurtiger genannt, bewohnt wie sein Name schon verrät die kalten Gegenden im Grenzgebiet zwischen China, Russland und Korea. Tiger sind Einzelgänger, wobei sich die Territorien eines Männchens mit denen mehrerer Weibchen überlappen.

Der Zoo Schwerin hält derzeit einen Jungen Kater namens Murray und die beiden Weibchen Angara und Dschuna. Djuna ist mit 19 Jahren schon eine eher betagte Dame. Alle drei Tiger sind im Erhaltungszuchtprogramm (EEP) erfasst. Da es aktuell aber keine weiteren Zoos gibt, die Tiger aufnehmen könne, dürfen unsere Tiger nicht züchten.

Artenschutz

Ursprünglich waren Tiger vom Kaukasus bis Ost China verbreitet. Heute sind sie auf stark fragmentierte Gebiete beschränkt. Lebensraumverlust und vor allem Wilderei für die traditionelle Medizin haben alle Unterarten des Tigers an den Rand der Ausrottung gebracht. Es gibt Bestrebungen Tiger in geeigneten Habitaten wieder einzubürgern. Die Population des Sibirischen Tigers wird derzeit auf 360 Individuen geschätzt und die Unterart wird daher als „stark gefährdet (EN)“ eingestuft.

Baumstachler - Urson

Baumstachler - Urson

Steckbrief

wiss. Name Erethizon dorsatum
Größe bis 90 cm
Gewicht 3,5 – 7 kg (max. 18 kg)
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Nordamerikanische Baumstachler verbringen den Großteil ihres Lebens auf Bäumen. Zum Schutz haben sie 3 –10 cm lange Stacheln mit Widerhaken. Dringen diese in den Körper des Angreifers ein, richten sich die Widerhaken auf und können beginnen zu wandern. Häufiger sind jedoch Infektionen durch die verschmutzten Stacheln.

Bei uns lebt das Pärchen Hally & Hubert. Tagsüber ruhen sie gerne auf einer Astgabel im Baum. Sobald aber der Tierpfleger mit Futter lockt, kommt die Beiden in Bewegung. Raupenartig klettern sie vom Baum und machen sich über das Futter her.

Artenschutz

Der Nordamerikanische Baumstachler ist gilt als "nicht bedroht (LC)“. Ganz anders sieht es beim in Südamerika lebenden Verwandten dem Borstenbaumstachler aus. Dieser ist durch Lebensraumzerstörung zur Schaffung landwirtschaftlicher Flächen und durch die Jagd „gefährdet (VU)“.

Bolivianischer Totenkopfaffe

Bolivianischer Totenkopfaffe

Steckbrief

wiss. Name Saimiri b. boliviensis
Größe 64 – 75 cm
Gewicht 700 – 1000 g
Tiergruppe Kapuzinerartige
Anzahl 4 in Schwerin

Bei den Bolivianischen Totenkopfaffen geben die Weibchen den Ton an. Sie bilden den Kern der Gruppe. Die Männchen dürfen sich am Rand der Gruppe aufhalten und sich nur zur Paarungszeit nähern. Das kräftigste Männchen darf sich zuerst paaren.

 

Das EEP für Bolivianische Totenkopfaffen sucht immer wieder Halter für Männchen, die aus ihren Familien geworfen wurden oder die nicht zur Zucht eingesetzt werden sollen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen eine reine Männergruppe zu halten. Die sind auch etwas harmonischer als gemischte Gruppen.

Artenschutz

Beim Bolivianischen Totenkopfaffen unterscheidet man zwei Unterarten. Beide gelten laut der Roten Liste der IUCN als "nicht gefährdet (LC)". Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet und ist sehr anpassungsfähig

Breitmaul-Nashörner

Breitmaul-Nashörner

Steckbrief

wiss. Name Ceratotherium simum
Größe 1,8 m hoch, 3-4 m lang
Gewicht 2000 - 3000 kg
Tiergruppe Unpaarhufer
Anzahl 3 in Schwerin / etwa 20.000 wild

Gleich nach dem Afrikanischen Elefanten handelt es sich bei Breitmaulnashörnern mit 2-3 Tonnen Gewicht um die schwersten Landtiere. Typisch für diese afrikanische Nashornart ist ihr breites, quadratisches Maul, mit dem sie in rauen Mengen Gras abrupfen können. Diese Unterart lebt im südlichen Afrika.

Im Sommer 2016 wurde die neue Nashornsavanne für unsere drei Nashörner eröffnet. Mit über 8.000 m2 Nutzfläche ist eine der größten Nashornanlagen Deutschlands. Die beiden weiblichen Nashörner Clara (9 Jahre) & Karen (12 Jahre) leben schon seit längerem gemeinsam bei uns. Gerade erst angekommen ist der Bulle Kimba (8 Jahre). Er soll künftig für Nachwuchs bei uns im Zoo sorgen.

 

Artenschutz

Neben den beiden afrikanischen Nashornarten leben noch weitere drei Arten in Asien. Alle Arten sind akut durch Wilderei bedroht. Ziel ist hier das Horn, welches auf dem Schwarzmarkt enorme Preise erzielt. Noch ist die südliche Unterart der Breitmaulnashörner als „potentiell gefährdet NT“ eingestuft, die nördliche Unterart jedoch ist quasi ausgestorben. Hier leben nur noch 3 Tiere. Durch die Teilnahme am EEP soll dem südlichen Breitmaulnashorn ein gleiches Schicksal erspart bleiben. Vor Ort arbeitet die Organisation „Save the rhino“, die wir auch gerne durch die Weitergabe von Spenden unterstützen.

Damhirsch

Damhirsch

Steckbrief

wiss. Name Dama dama
Größe 120 bis 140 cm
Gewicht 50 bis 110 kg
Tiergruppe Paarhufer und Wiederkäuer
Anzahl ca. 10 in Schwerin

Wie alle Hirsche trägt auch das männliche Damwild, um zu imponieren und für den Kampf, ein Geweih. Dieses Schaufelgeweih wird März/April abgeworfen, um sogleich von neuem zu wachsen. Im Wachstum ist es von der Basthaut überzogen die Ende August abgestreift („gefegt“) wird. Im Unterschied zu Hörnern besteht das verfegte Geweih aus abgestorbenem Knochen.

Unsere Damhirsche im Zoo Schwerin wurden über viele Generationen in Menschenhand gezüchtete. Daher finden Sie auch Schwärzlinge (Melanismus) und Isabellen (cremefarben) unter unseren Tieren.

Artenschutz

Das Damwild stammt ursprünglich aus Kleinasien und wurde durch Phönizier, Römer und Normannen in Europa verbreitet. Von hier aus wurde es nach Amerika, Südafrika und Australien gebracht. Daher wir die Art als „nicht gefährdet LC“ gewertet. In seinem ursprünglichen Lebensraum gilt das sogenannte Mesopotamische Damwild wiederum als "stark gefährdet (EN)". Auswilderungsprojekte in Israel und im Iran sollen die Population stärken.

Deutsches Sattelschwein

Deutsches Sattelschwein

Steckbrief

wiss. Name Sus scrofa domestica
Größe ca. 80 cm hoch
Gewicht bis 300 kg
Tiergruppe Echte Schweine - domestiertes Nutztier
Anzahl 2 in Schwerin / ca. 300 registriert

Das Deutsche Sattelschwein geht auf eine Kreuzung von Angler Sattelschwein und Schwäbisch Hallisches Schwein zurück. Seit 1948 gilt es als eigenständige Rasse. Wichtiges Rassemerkmal sind neben der Musterung die guten Muttereigenschaften. Namengebend ist ein weißes Band um die Körpermitte. Eingerahmt von schwarzen Flächen sieht es aus, als würde ein Sattel über dem Tier liegen.

Bei uns leben die Sauen  Hannelore (breiter Sattel) und  Heidi  (schmaler Sattel). Sie lassen sich von den Besuchern gerne durch eine Bürstenmassage verwöhnen. Bei ihrem jeweils ersten Wurf, brachten die beiden Sauen im Jahr 2016 23 Ferkel auf die Welt.

Artenschutz

In der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen wird das Deutsche Sattelschwein in der höchsten Kategorie "extrem gefährdet" geführt. 2013 existierten im Herdbuch nur 54 Eber und 244 Sauen.

Erdmännchen

Erdmännchen

Steckbrief

wiss. Name Suricata suricatta
Größe 25 - 30 cm
Gewicht 620 - 1000 g
Tiergruppe Raubtiere
Anzahl ca. 15 Tiere

Die Erdmännchen gehören zu den ganz besonderen Lieblingen der Besucher. So niedlich sie auch sind, sie haben es faustdick hinter den Ohren. Es handelt sich um kleine Raubtiere und entsprechend ruppig geht es zu, wenn etwas Essbares gefunden wird. Da kennen sie weder Freunde noch Verwandte. Sonst sind es sehr soziale Tiere, die Verbände mit über 40 Tieren bilden können.

Gemeinsam bewohnen sie unterirdische Bauten, in die sie sich bei Gefahr blitzschnell zurückziehen. Um nähernde Feinde frühzeitig erkennen zu können, übernehmen im Wechsel einzelne Tiere die Aufgabe eines Wachpostens und stehen in der typischen „Männchenstellung“ auf Erhöhungen, wie Felsen oder Baumstümpfen. Erdmännchen leben in trockenen, offenen Landschaften wie Savannen oder Halbwüsten des südlichen Afrikas.

Artenschutz

Erdmännchen sind in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sehr zahlreich und es scheint keine konkreten Gefahren für sie zu geben. Daher werden sie auch offiziell als „nicht gefährdet (LC)“ gelistet. Risiken für diese Tierart sind eher allgemein, wie ein möglicher Lebensraumverlust durch Klimaveränderungen und das Einschleppen von Krankheiten und Seuchen durch den Menschen oder dessen Haustiere.

Eurasischer Braunbär

Eurasischer Braunbär

Steckbrief

wiss. Name Ursus a. arctos
Größe 100 bis 280 cm
Gewicht 80 - 270 kg
Tiergruppe Raubtiere
Anzahl 2 in Schwerin / in Europa rund 14.000

Der Europäische Braunbär ist deutlich kleiner als Vertreter der Art in Nordamerika. In nördlichen Breiten halten Bären eine Winterruhe. Sie beginnt zwischen Oktober und Dezember und endet zwischen März und Mai. In dieser Zeit gebären die Weibchen ihre Jungen. Sie gehören wie wir Menschen zu den Allesfressern und Sohlengängern.

Bei uns leben die beiden Schwestern Vica und Claudia. Beide wurden 1993 im Zoo München geboren. Sie teilen sich ihre Anlage mit den beiden Europäischen Wölfen Leon und Chrissi.

Artenschutz

Auf Grund massiver Bejagung und seiner immer kleiner werdenden Lebensräume ist der Braunbär in Deutschland ausgestorben. In Mecklenburg im 18. Jahrhundert. In West- und Mitteleuropa gibt es nur noch lokal begrenzte Populationen die sich auf bewaldete Gebirgsregionen beschränken. Aufgrund der Gesamtsituation des Braunbären, wird er jedoch als „nicht gefährdet (LC)“ beurteilt. Es gibt Bemühungen, es den verbliebenen Bärenpopulationen zu ermöglichen, wieder in geeignete Lebensräume zurückzukehren.

Eurasischer Wolf

Eurasischer Wolf

Steckbrief

wiss. Name Canis lupus
Größe 120 cm
Gewicht bis 70 kg
Tiergruppe Raubtiere
Anzahl 2 in Schwerin

Es ist kaum zu glauben aber vom Bernhardiner bis zum Dackel stammen alle unsere geliebten Haushunde vom Wolf ab. Trotzdem schneidet der Wolf in Märchen, Mythologie und Sagen in unseren Breiten eher schlecht ab. Ganz anders sahen dies viele jagende Völker im Norden Amerikas und Asiens. Sie verehrten ihn wegen seiner Ausdauer und seines Jagdgeschicks.

Unser Wolfspaar Leon und Chrissi teilt mit unseren Bären eine Wohngemeinschaft. Sollten diese zu aufdringlich werden, so können sich die beiden in ihr Séparée im hinteren Bereich des Geheges zurückziehen. Durch die Öffnung passen die Bären nicht durch.

 

Artenschutz

Als erfolgreichste sozial lebende Wildhundart waren Wölfe historisch gesehen auf nahezu der gesamten nördlichen Halbkugel zu finden. Die Verfolgung durch den modernen Mensch hat ihn allerdings aus weiten Teilen der ursprünglichen Verbreitung vertrieben. Heute siedelt er sich auch in Deutschland wieder an. Toleranz und Wildtier-Management werden notwendig sein, damit dies dauerhaft erfolgreich sein kann. Global betrachtet, ist der wohl jedoch als "nicht gefährdet (LC)" eingestuft.

Europäisches Reh

Europäisches Reh

Steckbrief

wiss. Name Capreolus capreolus
Größe bis 90 cm
Gewicht bis 25 kg
Tiergruppe Paarhufer
Anzahl 2 in Schwerin

Als Kulturfolger ist das Reh sehr anpassungsfähig.  Sie kommen daher je nach Habitat und Jahreszeit als Einzelgänger bis hin zu Großrudeln vor. Wie alle Hirsche tragen männliche Rehe Geweihe. Mit nur 15-20 cm Länge ist ihr Kopfschmuck eher klein.  Das erleichtert es dem Rehbock sich bei Gefahr durch das Unterholz zu drücken.

Im Zoo gilt das Reh als sehr schwieriger Pflegling, da sie anfällig auf Parasitosen sind und hohe Ansprüche an die Fütterung stellen. Wir halten derzeit 2 weibliche Tiere gemeinsam mit unseren Wildschweinen.

Artenschutz

Historisch gesehen war das Reh in Deutschland eher selten. Erst mit dem Einsetzen der massiven, landwirtschaftlichen Nutzung der Landschaft und dem Verschwinden großer Beutegreifer am Ende des 19. Jahrhunderts, stieg die Anzahl deutlich an. Jährlich werden in Deutschland rund 1,1 Millionen Stück Rehwild erlegt und ca. 180.000 fallen dem Straßenverkehr zum Opfer. Trotzdem ist es das häufigste Schalenwild unserer Breiten und wird daher als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft.

Flachlandtapir

Flachlandtapir

Steckbrief

wiss. Name Tapirus terrestris
Größe 80 bis 110 cm
Gewicht 150 bis 250 kg
Tiergruppe Unpaarhufer
Anzahl 4 in Schwerin / Natur unbekannt

Als „lebende Fossilien“ gibt es Tapire seit etwa 50 Millionen Jahren in ihrer heutigen Bauform. Ihre nächsten lebenden Verwandten sind Pferde und Nashörner. Wie diese sind sie Pflanzenfresser und ernähren sich vor allem von Blättern, Früchten und Samen. Durch das Verbreiten der Samen dient der Tapir seinem Lebensraum auch als Gärtner.

Im Zoo Schwerin leben derzeit Prinz (18) aus Nürnberg, Carina (6) aus Dortmund und deren Söhne Diego und Pelle. Da er bei seiner Geburt praktisch haarlos war, was für Tapire eigentlich ungewöhnlich ist, wurde er auf den Namen Pelle getauft.

 

Artenschutz

Erwachsene Flachlandtapire haben als größtes Landsäugetier Südamerikas außer Jaguar und Puma kaum natürliche Feinde. Der Mensch stellt vor allem durch Lebensraumzerstörung die größte Gefahr für den Flachlandtapir dar. Noch ist der Flachlandtapir die zahlenmäßig häufigste Tapirart, gilt dennoch als "gefährdet (VU)". Da die Population stark abnimmt gibt es im Zoo ein Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Mehr Informationen zum Tapir bieten die Kollegen der IUCN hier.

Gelbbrust-Kapuziner

Gelbbrust-Kapuziner

Steckbrief

wiss. Name Sapajus xanthosternos
Größe 40 cm
Gewicht ca. 4 kg
Tiergruppe Neuweltaffen
Anzahl 3

Die Gelbbrust-Kapuziner sind eine von zwei im Zoo Schwerin gehaltene Kapuzineraffenart. Gerade sind wir dabei eine größere Zuchtgruppe aufzubauen. Hierbei ist der Zuchtbuchkoordinator (sitzt in einem Zoo in Frankreich) behilflich und vermittelt Tiere aus anderen Zoos in Europa an uns. Dabei handelt es sich meist um Tiere, die von ihrer Familie nicht mehr akzeptiert werden oder denen nicht ausreichend Platz zur Verfügung stand. Aktuell leben drei Männer bei uns und wir freuen uns schon auf neue Zugänge.

Artenschutz

Zugunsten der Gelbbrust-Kapuziner, die als "vom aussterben bedroht (CR)" eingestuft sind, haben wir die Zucht der Rückenstreifen-Kapuziner aufgegeben. Letztere sind "nicht gefährdet (LC)". Mit einer eigenen züchtenden Gruppe möchten wir das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) unterstützen. Allerdings sind alle Kapuzinerarten zunehmenden gefährdet, da sie immer mehr Lebensraum durch Holzeinschlag und Landwirtschaft verlieren. Innerhalb der letzten drei Generationen ist die Anzahl noch wildlebender Tiere um 80% gesunken!

Goldkopflöwenäffchen

Goldkopflöwenäffchen

Steckbrief

wiss. Name Leontopithecus chrysomelas
Größe 55 – 65 cm
Gewicht 480 – 700 g
Tiergruppe Krallenaffen
Tiergruppe 2 in Schwerin / ca. 6.000 wildlebend

Goldkopflöwenäffchen leben in Familien von bis zu acht Individuen, in denen nur das dominante Paar züchtet. Die Jungtiere werden v. a. vom Vater und älteren Geschwistern getragen und kommen nur zum Säugen zur Mutter. So kann diese ihre Energie in die Milchproduktion stecken.

Bei uns lebt ein älteres Pärchen aus dem Zoo Wuppertal, Fridolin & Trude. Beide sollen auf Empfehlung des EEPs nicht züchten, weswegen Trude ein Hormonimplantat trägt. Zu der Lieblingsnahrung der beiden gehören Mehlwürmer und Heimchen.

Artenschutz

Goldkopflöwenäffchen sind in ihrem Bestand "stark gefährdet (EN)". Der Hauptgrund ist die Zerstörung ihres Lebensraums, dem brasilianischen Regenwald. Dieser wird zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen (Palmöl, Soja) und zur Holznutzung gerodet. Wir beteiligen uns am EEP für Goldkopflöwenäffchen

Grevy-Zebra

Grevy-Zebra

Steckbrief

wiss. Name Equus grevyi
Größe 1,6 m hoch und 2,75 m lang
Gewicht 350 - 450 kg
Tiergruppe Unpaarhufer
Anzahl 2 in Schwerin / ca. 2.000 wild

Grevy-Zebra

Zebras kennt jeder, aber dass es verschiedene Arten gibt ist nicht jedem klar. Wir halten Grevy-Zebras, deren typische Merkmale die sehr feinen Streifen sind. Zudem ist es die größte Wildpferdart überhaupt. Übrigens sind Zebras schwarz mit weißen Streifen.

Im Schweriner Zoo leben aktuell die beiden Zebrahengst Nero (aus einem tschechischen Zoo) und Randi (aus einem schwedischen Zoo). Demnächst werden zwei weitere Hengste die Gruppe komlettieren.

Artenschutz

Bei Grevy-Zebras handelt es sich um die gefärdetste Zebra-Art. Sie wird als „stark gefährdet (EN)“ geführt. Grevy Zebras leben nur noch in einem kleinen Areal in Äthiopien und sind durch den Verlust von Lebensraum gefährdet und leiden massiv an vorherrschenden Dürren in der Region. Mit der Haltung einer Junggesellengruppe unterstützt der Zoo Schwerin das EEP durch die Aufnahme von derzeit überzähligen Hengsten.

Großer Ameisenbär

Großer Ameisenbär

Steckbrief

wiss. Name Myrmecophaga tridactyla
Gewicht 18 bis 52 kg
Größe 100 bis 140 cm lang
Tiergruppe Nebengelenktiere
Anzahl 2 in Schwerin

Mit unverwechselbarem Äußeren trottet der Große Ameisenbär durch tropische und subtropische Lebensräume Südamerikas. Immer auf der Suche nach Termiten und Ameisen. Bis zu 35.000 Stück angelt er täglich mit seiner langen feuchten Zuge aus ihren Bauten. Zudem besitzt er an den Vorderfüßen scharfe Krallen, die er zum Öffnen der Bauten nutz, die ihn aber auch zu einem gefährlichen Gegner für Jaguar und Puma machen.

Carlos und Felice bewohnen seit 2011 das Humboldthaus in Schwerin. Carlos ist eine Handaufzucht aus dem Zoo Berlin und pflegt daher besonderen Umgang mit seinen Tierpflegern. Tagsüber sind beiden auf ihrer Außenanlage, gerne liegen sie unter dem Anbau zum Humboldthaus.

Artenschutz

Es wird angenommen, dass die Population des Großen Ameisenbären in den letzten 10 Jahren um 30% abgenommen hat. Hauptverantwortlich dafür sind Lebensraumverlust, Buschfeuer und der Straßenverkehr. Daher wird er als "gefährdet (VU)" gelistet. Mit der Unterstützung einiger Zoos wurden Große Ameisenbären in Argentinien wieder ausgewildert. Der Zoo Schwerin beteiligt sich am EEP für den Großen Ameisenbären.

Großer Mara

Großer Mara

Steckbrief

wiss. Name Dolichotis patagonum
Größe 63 – 84 cm
Gewicht 7 – 9 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 9 in Schwerin

Beim Großen Mara bleiben Paare ein Leben lang zusammen und bilden mit anderen Pärchen lose Verbände. Um Nebenbuhler fernzuhalten, bespritzt das Männchen das Weibchen mit Urin. Außerdem bewacht er das Weibchen rund um die Uhr. So beschützt er das Weibchen auch vor Fressfeinden.

Bei uns leben aktuell neun Große Maras. Die Jungtiere werden in selbstgegrabenen Höhlen zur Welt gebracht. Sie sind Nestflüchter, das heißt sie können bereits kurz nach der Geburt laufen und bei Bedarf die Höhle verlassen.

Artenschutz

Der Große Mara gilt als "potentiell gefährdet (NT)". In den letzten 10 Jahren hat der Bestand um 30 % abgenommen. Durch Lebensraumzerstörung werden die einzelnen Populationen voneinander isoliert, was eine ungehinderte Vermehrung verhindert. Dazu wird der Große Mara, auch Pampashase genannt, wegen seines Fells bejagt.

Goldrückenaguti

Goldrückenaguti

Steckbrief

wiss. Name Dasyprocta leporina
Größe 48 – 68 cm
Gewicht 2,1 – 6 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Agutis haben ein sehr starkes Gebiss und können daher auch einer der härtesten Nüsse der Welt, die Paranuss, knacken. Daneben fressen sie Blätter, Wurzeln und Früchte. Gerne folgen sie Affengruppen und ernähren sich von dem, was die Affen achtlos fallen lassen.

So auch bei uns im Zoo. Bei uns lebt ein Pärchen im Humboldthaus und sie teilen sich ihre Unterkunft mit den Totenkopfaffen. Auch hier fällt so manche Leckerei vom Himmel, über das sie sich dann freuen. Natürlich erhalten sie auch eigenes Futter direkt von den Pflegern.

Artenschutz

Goldrückenagutis sind „nicht gefährdet (LC)“. Sie haben ein großes Verbreitungsgebiet, das teilweise auch in Schutzgebieten liegt. Daneben sind sie recht anpassungsfähig und nutzen so auch Plantagen als Lebensraum.

Halsbandpekari

Halsbandpekari

Steckbrief

wiss. Name Pecari tajacu
Größe 40 bis 60 cm Schulterhöhe
Gewicht 15 bis 30 kg
Tiergruppe Nabelschweine
Anzahl ca. 15 in Schwerin

Halsbandpekaris leben in Verbänden von ca. 20 Tieren. Um soziale Bande zu festigen benutzen sie ein Sekret welches aus einer nabelförmigen Drüse auf dem Rücken stammt. Daher werden alle Pekariarten auch unter dem Begriff Nabelschweine zusammengefasst.

Unsere Pekaris leben in einer Wohngemeinschaft mit unseren drei Nasenbären, quasi im Garten des Baumhauses. Die Gruppe bringt regelmäßig Nachwuchs zur Welt.

Artenschutz

Das Halsbandpekari ist mit Ausnahme der Hochgebirge, Wüsten und dem äußersten Süden über ganz Lateinamerika verbreitet. Daher wird es derzeit als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft. Das Chaco-Pekari, ein Vetter des Halsbandpekaris, ist allerdings „stark gefährdet (EN)“.

Kappengibbon

Kappengibbon

Steckbrief

wiss. Name Hylobates pileatus
Größe 50 cm
Gewicht bis 10 kg
Tiergruppe Kleine Menschenaffen
Anzahl 4 in Schwerin / 47.000 wild

Die monogamen Kappengibbons leben in kleinen Familienverbänden in den Bäumen des tropischen Südostasiens. Um ihr Territorium abzustecken benutzen sie Gesänge, die in den Wäldern weithin zu hören sind. Kennzeichnend für alle Gibbons sind ihre langen Arme, die ihnen das „Schwinghangeln“ ermöglichen. Damit können sie sich schnell und energieeffizient durch das Geäst bewegen.

Unser Kappengibbon-Mann Yen-Bay ist durch seine Schwarzfärbung ganz leicht von seiner grau gefärbten Frau Tatiana unterscheiden. Nicht bei allen Gibbonarten ist das Männchen vom Weibchen durch die Färbung zu unterscheiden. Ihre zwei Töchter leben in einer seperaten Anlage in der Nähe der Vogelanlagen.

Artenschutz

Kappengibbons leben ausschließlich in den Bergwälder Thailands und Kambodschas. Sie sind durch Lebensraumverlust „stark gefährdet (EN)“. Deshalb hat sich der Schweriner Zoo am EEP beteiligt. In diesem Erhaltungszuchtprogramm sind derzeit 13 Zoos mit etwa 56 Tieren angeschlossen.

Katta

Katta

Steckbrief

wiss. Name Lemur catta
Größe 95 – 108 cm
Gewicht 2,2 – 3,5 kg
Tiergruppe Lemuren
Anzahl 5 in Schwerin / über 1.040 wild

Der schwarz-weiß geringelte Schwanz wird beim Gehen hochgetragen. So bleibt die Gruppe auch in hoher Vegetation zusammen, da man die Schwänze der Artgenossen noch sehen kann. Männchen nutzen ihren Schwanz daneben zu sogenannten Stinkkämpfen untereinander. Er wird mit einem speziellen Sekret eingerieben und dann vor dem Gegner hin und her gewedelt.

Bei uns lebt eine Zuchtgruppe auf einer Insel neben der Tapiranlage. Die Kattas können die Insel aber verlassen und das ganze Zoogelände nutzen. So kann man als Besucher einem um streunenden Katta sehr nahe kommen. Aber bitte nicht füttern oder anfassen!

Artenschutz

Kattas kommen ausschließlich auf Madagaskar vor. Sie sind in ihrem Bestand "stark gefährdet (EN)". Hauptursachen der Bedrohung sind die Lebensraumszerstörung zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen und die Wilderei. Wir beteiligen uns am ESB für Kattas.

Mähnenspringer

Mähnenspringer

Steckbrief

wiss. Name Ammotragus lervia
Größe 1,1 m hoch, 1,70 m lang
Gewicht 40 – 150 kg
Tiergruppe Paarhufer & Wiederkäuer
Anzahl ca. 15 in Schwerin / unter 10.000 wild

Diese Tiere, die weder Schaf noch Ziege sind, leben natürlicherweise im nördlichen Afrika in Wüsten und felsigen Regionen. Sie sind hervorragend an extreme Trockenheit angepasst und können Wochen ohne Wasser auskommen.

Mähnenspringer leben in kleinen Gruppen, die durch einen Bock angeführt werden. Auch im Zoo Schwerin gibt es einen eindeutigen Leitbock. Es handelt sich um Mr. Big, denn er ist ein außergewöhnlich großes Exemplar und ist auch an seinen extrem großen Hörnern zu erkennen. Er ist aus Sofia (Bulgarien) zu uns gekommen. Mr. Big zeugt mit seinen Damen etwa 10 Jungtiere im Jahr.

Artenschutz

Durch Ausbreitung der Wüsten als Folge des Klimawandels und verstärkte Bejagung sind die Bestände in Afrika stark zurückgegangen. Daher ist er als „gefährdet (VU)“ gelistet. Paradoxerweise wurde der Mähnenspringer in Nordamerika, Spanien und auf den Kanarischen Inseln für die Sport-Jagd ausgewildert, wodurch er einheimische Arten (z.B. das Dickhornschaf oder den Iberischen Steinbock) in ihrem Lebensraum gefährdet. 

Mufflon

Mufflon

Steckbrief

wiss. Name Ovis gmelini musimon
Größe ca. 90 cm Schulterhöhe
Gewicht 35 bis 60 kg
Tiergruppe Paarhufer und Wiederkäuer
Anzahl 6 in Schwerin

Nach neueren Untersuchungen handelt es sich bei Europäischen Mufflons um ein in der Jungsteinzeit verwildertes primitives Hausschaf. Ursprünglich auf Sardinien und Korsika beheimatet wurde es in der Neuzeit in weiten Teilen Europas zur Jagd ausgewildert.

Unsere Mufflons bewohnen gemeinsam mit den Damhirschen eine für Besucher begehbare Anlage. Hier dürfen die Tiere auch mit den im Zoo erhältlichen Pellets gefüttert werden.

Artenschutz

Im Jahr 1902 wurde das erste Mufflon in Deutschland bzw. im heutigen Polen (Schlesien) ausgewildert. In Deutschland wurden im Jagdjahr 2014/2015 ca. 8.000 Stücke Muffelwild erlegt. Als verwildertes Haustier wird das Mufflon in der Roten Liste nicht geführt.

Pommersches Landschaf

Pommersches Landschaf

Steckbrief

wiss. Name Ovis orientalis aries
Größe 60 – 75 cm
Gewicht 50 – 80 kg
Tiergruppe Paarhufer
Anzahl 2 in Schwerin / ca. 4.000 im Herdbuch

Das Rauhwollige Pommersche Landschaf geht wahrscheinlich auf eine Kreuzung des Hannoverschen Schafes mit dem Zaupelschaf zurück. Es ist perfekt an ein Leben an der Küste angepasst, weswegen es ursprünglich in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet war.

Bei uns leben die beiden Schafe Gerlinde (helle Wolle) und Gudrun (dunkle Wolle). Demnächst soll ein Bock zu den Schafen ziehen, dann sind im kommenden Jahr auch kleine Lämmchen im Streichelgehege zu sehen.

Artenschutz

In der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen wird das Rauhwollige Pommersche Landschaf in der Kategorie III geführt, gilt also als "gefährdet". 2013 existierten im Herdbuch nur 271 Böcke und 3.754 Mutterschafe. Wir kooperieren mit dem "Tierpark Arche Warder" als Satellitenstation

Präriehund

Präriehund

Steckbrief

wiss. Name Cynomys ludovicianus
Größe 27 – 46 cm
Gewicht 0,7 – 1,5 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl Wenn wir das wüssten ...

Präriehunde leben in den weiten Graslandschaften Nordamerikas in großen Kolonien, die mehr als tausend Tiere umfassen können. Eine Kolonie besteht dabei aus mehreren Familienverbänden, die aus einem dominanten Männchen sowie Weibchen mit deren Nachwuchs bestehen. Ihren Namen verdanken sie dem wie ein Bellen klingenden Warnlaut.

Bei uns leben die Schwarzschwanzpräriehunde frei auf der Festwiese. Sie haben sich ein eigenes Tunnelsystem gebaut, in denen sie sich zum Schlafen und bei Gefahr zurückziehen. Wie viele Präriehunde bei uns genau leben, wissen wir nicht. Geschätzt sind es etwa 80 Tiere.

Artenschutz

Der Schwarzschwanzpräriehund gilt als "nicht gefährdet (LC)“. Viele Kolonien liegen in Naturschutzgebieten. Dennoch besteht die Gefahr der genetischen Isolierung einzelner Populationen durch Fragmentierung des Lebensraumes.

Roter Panda

Roter Panda

Steckbrief

wiss. Name Ailurus fulgens
Größe 120 cm lang
Gewicht 4 – 6 kg
Tiergruppe Raubtiere
Anzahl 2 in Schwerin / ca. 10.000 wild lebend

Da sich der Rote Panda ebenso wie der große Panda fast ausschließlich von Bambus ernährt, haben sich aus den Knöchelchen der Handwurzelgelenke sogenannte Pseudodaumen entwickelt. Diese ermöglichen es ihm die Bambusstängel zu greifen, um an die begehrten Blätter zu gelangen.

Polly stammt aus Kolmarden in Schweden und Leo aus Longleat in England. Beide wurden uns vom Zuchtbuch-Koordinator (EEP) zugeteilt und sollen in Zukunft zur Arterhaltung beitragen.

Artenschutz

Knochenfunde belegen, dass der Rote Panda zur letzten Eiszeit noch in Europa beheimatet war. Die anschließende Klimaerwärmung hat ihn vermutlich an die kühlen Berghänge des Himalayas zurückgedrängt. Heute ist er durch Lebensraumverlust vor allem in Folge von Rodung als stark bedroht gelistet. Der Verband der Zoolgischen Gärten (VdZ) unterstützt den WWF in seinen Bemühungen um den Roten Panda. Die Internationale Artenschutzunion stuft die Art als „stark gefährdet (EN)“ ein.

Rothschild-Giraffe

Rothschild-Giraffe

Steckbrief

wiss. Name Giraffa camelopardalis
Anzahl 2 in Schwerin / unter 2.500 wild
Tiergruppe Säugetier
Gewicht ca. 830 - 1600 kg
Größe 4,5 - 6 Meter hoch

Giraffen sind die höchsten Tiere der Welt. Mit ihren bis zu 6 m Höhe reichen sie mit dem Hals bis in die Baumkronen um dort Blättern zu fressen. Ungestört von Zebras und Antilopen, die sich über niedrige Büsche und Gras her machen.

Bei uns leben zurzeit die 6 jährige Lifty und ihr Sohn Yasho, der zwei Jahre alt ist. Gemeinsam mit einer neuen Löwenanlage wird auch die Giraffenaußenanlage in den kommenden zwei Jahren modernisiert. Im Anschluss werden wir auch wieder einen Giraffenbullen zur Zucht bei uns haben. Sie können uns im Rahmen der LEOMANIE an dem Bauvorhaben unterstüzen.

Artenschutz

Nach heutigem Wissenstand werden Giraffen in sechs Unterarten unterteilt. Im Zoo Schwerin werden Rothschild-Giraffen gehalten, die natürlicherweise in Ostafrika vorkommen. Rothschild-Giraffen werden als „stark gefährdet (EN)“ eingestuft, da es nur noch weniger als 2.500 wild lebende Tiere gibt. Der Zoo Schwerin beteiligt sich mit der Zucht am EEP für Giraffen und unterstützt die GFC in ihren Artenschutzbemühungen.

Rothund

Rothund

Steckbrief

wiss. Name Cuon alpinus
Größe 100 cm
Gewicht 20 kg
Tiergruppe Raubtiere
Anzahl 13 in Schwerin / weniger als 2.500 wild lebend

Der in Asien beheimatete Rothund oder Dohle ist wie viele im Rudel lebende Wildhunde ein sehr erfolgreicher Jäger, der selbst größere Beutetiere zur Strecke bringt. Dies hat ihm ein schlechtes Image eingetragen. Rudyard Kipling skizzierte ihn in seinem Dschungelbuch fälschlicherweise als blutrünstigen Mörder.

Unsere Rothunde werden von den Besuchern gerne mit dem heimischen Rotfuchs verwechselt. Dieser ist aber deutlich kleiner, lebt als Einzelgänger und hat im Gegensatz zum Rothund eine schlitzförmige Pupille und einen buschigen Schwanz.

Artenschutz

Trotz seiner großen Anpassungsfähigkeit, er besiedelt  sowohl tropisch warme als auch gemäßigt kalte Klimazonen, ist er durch Lebensraumzerstörung, Bejagung und Krankheiten die von Haushunden übertragen werden, „stark gefährdet (EN)“. Der Zoo Schwerin beteiligt sich am EEP für den Rothund.

Rotnackenwallaby

Rotnackenwallaby

Steckbrief

wiss. Name Macropus rufogriseus
Größe 1,62 – 1,80 m
Gewicht 14 – 27 kg
Tiergruppe Kängurus
Anzahl 9 in Schwerin

Rotnackenwallabys oder auch Benett-Känguru genannt, gehören zu den Beuteltieren. Die weibliche Kängurus können drei Jungtiere gleichzeitig haben: ein Jungtier ist bereits außerhalb des Beutels wird aber noch gesäugt, eines ist noch im Beutel und ein weiteres wartet als Embryo im Uterus darauf, dass eine Zitze im Beutel frei wird.

Bei uns lebt eine Zuchtgruppe bestehend aus einem Männchen mit acht Weibchen zusammen. Rotnackenwallabys sind recht winterhart, weswegen sie sich auch im Winter gerne auf ihrer für Besucher begehbaren Außenanlage aufhalten.

Artenschutz

Das Rotnackenwallaby gilt als "nicht gefährdet (LC)". Viele andere in Australien und Ozeanien lebende Känguruarten, wie z. B. die Baumkängurus oder Felsenkängurus sind es hingegen, teilweise sogar „vom Aussterben bedroht (CR)“. Lebensraumzerstörung, Jagd und vor allem eingeschleppte Beutegreifer (z. B. Rotfuchs) gefährden die Bestände.

Rückenstreifen-Kapuziner

Rückenstreifen-Kapuziner

Steckbrief

wiss. Name Sapajus libidinosus
Größe 35-45 cm
Gewicht bis 4,8 kg
Tiergruppe Neuweltaffen
Anzahl 4 im Zoo Schwerin

Im Zoo Schwerin werden zwei Arten von Kapuzineraffen gehalten. Unsere vier Rückenstreifen-Kapuziner sind alles Männer und leben gemeinsam mit den Nasenbären und Pekaris in der Anlage unter dem Baumhaus. Sie stammen aus einer ehemals sehr großen Gruppe, wurden aber dort nicht mehr akzeptiert. Die Gelbbrustkapuziner befinden sich in der Nachbarschaft der Tapire.

Artenschutz

Alle Kapuzinerarten sind zunehmend gefährdet. Vor allem durch den steten Verlust von Lebensraum, also durch Abholzung und Brandrodung. Auch werden Kapuziner direkt bejagt. Rückenstreifen-Kapuziner werden jedoch als "nicht gefährdet (LC)" eingestuft, da sie sehr anpassungsfähig sind. Anders als die ebenfall im Zoo Schwerin gehaltenen Gelbbrust-Kapuziner, sie geleten als "vom aussterben bedroht (CR)".

Streifenhyäne

Streifenhyäne

Steckbrief

wiss. Name Hyaena hyaena
Größe 60-75 cm hoch, 115 cm lang
Gewicht 25 - 40 kg
Tiergruppe Raubtiere / Carnivora
Anzahl 1 in Schwerin / ca. 10.000 wildlebend

Es gibt vier Hyänenarten, die unbekannteste ist sicher die Streifenhyäne. Nicht zuletzt, da sie in nur vier deutschen Zoo gehalten werden. Sie sind vorwiegend Einzelgänger und ernähren sich von Aas, also Beutetiere die von anderen Raubtieren übrig gelassen wurden. Sie gehen aber auch selber auf die Jagd, beispielsweise auf kleine Wirbeltiere. Früchte werden auch gerne gefressen.

Im Zoo Schwerin lebt aktuell ein Weibchen, die achtjährige Kontsita. Sie kam aus dem Zoo Magdeburg zu uns, da sie sich dort nicht mit dem Männchen verstand. Sie bewohnt die alte Löwenanlage und wird bald eine neue Anlage am Eingangsbereich erhalten, ebenso wie einen Partner. Unterstützen Sie uns durch die Teilnahme an der LEOMANIE bei der Umsetzung dieses Projektes!

 

Artenschutz

Streifenhyänen werden als „potentiell gefährdet (NT)“ eingestuft, was jedoch mit einer sehr schlechten Datengrundlage zusammenhängt. Die Art ist von Afrika bis nach Indien verbreitet, allerdings nur sehr lückenhaft mit einer geschätzten Anzahl von 10.000 Tieren. Das führt regional zu einer sehr starken Bedrohung und die Anzahl wildlebender Streifenhyänen geht stetig zurück. Für Streifenhyänen wird ein ESB geführt.

Südamerikanischer Nasenbär

Südamerikanischer Nasenbär

Steckbrief

wiss. Name Nasua nasua
Größe 55 – 116 cm
Gewicht 2 – 7,2 kg
Tiergruppe Kleinbären
Anzahl 3 in Schwerin

Nasenbären können sehr gut riechen. Mit Hilfe ihrer Nasen spüren sie ihre Nahrung auf, bevorzugen Insekten, die sich im Holz oder Boden verstecken. Mehrere Weibchen leben zusammen mit ihren Jungtieren in einer Gruppe, während die Männchen Einzelgänger sind.  Sie werden nur zur Paarungszeit von den Weibchen geduldet.

Bei uns leben drei Männchen gemeinsam mit Pekaris auf einer Anlage. Trotz ihrer geringeren Größe sind sie gegenüber den Pekaris recht frech und klauen diesen das Futter. Zur Not kann man ja auf die Bäume flüchten.

Artenschutz

Südamerikanischer Nasenbären sind laut der Roten Liste der IUCN "nicht bedroht (LC)". Südamerikanische Nasenbären werden zwar wegen ihres Fleisches und Felles gejagt, sind aber weit verbreitet.

Sumpfmeerschwein

Sumpfmeerschwein

Steckbrief

wiss. Name Cavia magna
Größe 25 – 30 cm
Gewicht 500 – 600 g
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 3 in Schwerin

Sumpfmeerschweinchen leben in saisonal überschwemmten Feuchtgebieten. Daher können sie sehr gut schwimmen, versuchen dies aber zu vermeiden. Ihren Kot setzen sie im seichten Wasser ab. Die Weibchen haben vergrößerte Geschlechtsorgane, weswegen man sie mit Männchen verwechseln kann.

Bei uns lebt ein Zuchttrio aus einem Männchen und zwei Weibchen. Sumpfmeerschweinchen werden sehr zutraulich. Der Tierpfleger muss beim Öffnen der Gehegetür aufpassen, dass kein Sumpfmeerschweinchen entgegen gesprungen kommt.

Artenschutz

Das Sumpfmeerschweinchen gilt als "nicht bedroht (LC)". Es existieren noch große Populationen und insgesamt scheint der Bestand stabil zu sein. In Zoos wird die Art nicht häufig gehalten. Außer in Schwerin nur noch in sechs weiteren Zoos.

Thüringer Waldziege

Thüringer Waldziege

Steckbrief

wiss. Name Capra aegagrus hircus
Größe 70 – 90 cm
Gewicht 40 – 90 kg
Tiergruppe Paarhufer
Anzahl 2 in Schwerin / 1.500 im Herdbuch

Die Rasse entstand in Thüringen aus einer Kreuzung der damaligen regionalen Landschläge mit der Toggenburger Ziege. 1935 wurde sie als eigenständige Rasse anerkannt. Sie ist die einzige eigenständig gezüchtete Ziegenrasse Deutschlands und kommt sowohl mit als auch ohne Hörner vor.

Bei uns leben die beiden Ziegen Irmgard (mit Glöcken am Hals) und Ilse (ohne Glöcken am Hals). Demnächst soll ein Bock zu den Ziegen ziehen, damit im nächsten Jahr kleine Zicklein das Streichelgehege beleben.

Artenschutz

In der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen wird die Thüringer Waldziege in der Kategorie II "stark gefährdet" geführt. Im Jahr 2013 existierten im Herdbuch nur 201 Böcke und 1.370 Ziegen.

Wasserschwein

Wasserschwein

Steckbrief

wiss. Name Hydrochoerus hydrochaeris
Größe 1,0 – 1,4 m
Gewicht 35 – 65 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Das Wasserschwein, auch Capybara genannt, ist das größte Nagetier der Welt. Sie können sehr gut schwimmen und tauchen. Den Großteil ihres Lebens verbringen sie im Wasser. Auch die Paarung findet dort statt.

Bei uns lebt ein Pärchen, Herr und Frau Böcking. Er stammt aus dem Heimattierpark Greifswald und sie kommt aus dem Zoo Osnabrück. Seit 2016 leben sie zusammen bei uns und wir hoffen auf regelmäßigen Nachwuchs.

Artenschutz

Das Wasserschwein gilt als "nicht gefährdet (LC)“. Sie werden zwar ihres Fleisches und ihrer Haut wegen gejagt, doch durch die Haltung und Zucht in Farmen konnte der Druck auf die wildlebende Population reduziert werden. Zusätzlich kommt die Art in vielen geschützten Gebieten vor.

Weißschwanz-Stachelschwein

Weißschwanz-Stachelschwein

Steckbrief

wiss. Name Hystrix indica
Größe 70 - 90 cm
Gewicht 11 - 18 kg
Tiergruppe Nagetiere
Anzahl 2 in Schwerin

Stachelschweine haben ihr Haar- in ein Stachelkleid umgewandelt. Bei Beunruhigung sträuben die Tiere die Stacheln und erscheinen dadurch größer. Hält die Bedrohung an, klappern sie mit zu Rasseln umgewandelten Stacheln. Ist der Feind noch nicht abgeschreckt, kehrt das Stachelschwein ihm das Hinterteil zu und rammt ihm seine Stacheln in die Haut. Eingedrungene Stacheln lösen sich leicht vom Stachelschweinrücken und bleiben im Körper des Angreifers stecken.

Unsere beiden Stachelschweine heißen Bürste (Er) und Bushra (Sie). Ihr Name bedeutet Zuversicht und wurde von den Pflegern in der Hoffnung auf baldigen Nachwuchs ausgewählt.

Artenschutz

Weißschwanzstachelschweine sind von Kleinasien bis nach Indien weit verbreitet. Es liegt keine unmittelbare Bedrohung der Art vor, daher werden Weißschwanzstachelschweine (wie die meisten übrigen Stachelschweinarten) als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft.

Wildschwein

Wildschwein

Steckbrief

wiss. Name Sus scrofa
Größe 130 - 170 cm
Gewicht 40 bis 150 kg
Tiergruppe Paarhufer
Anzahl 4 in Schwerin (+ Frischlinge)

Die Rotte ist die Bezeichnung des Jägers für eine Gruppe von Schwarzwild (Wildschweinen). Sie wird gebildet aus mehreren Bachen (Sauen), ihren Frischlingen (Ferkeln) und Überläufern (einjährige Tiere beiderlei Geschlechts). Männliche Überläufer werden aus der Rotte vertrieben und finden sich in eigenen Gruppen zusammen. Erwachsene Männchen (Keiler) leben häufig als Einzelgänger.

Bei uns im Zoo sehen sie unseren Keiler mit drei Bachen und deren Frischlingen in ihrem charakteristischen Streifenkleid. Sie teilen sich die Anlage mit unseren beiden Rehen.

Artenschutz

Wildschweine sind in Europa derzeit "nicht bedroht (LC)". Ihre Bestände nehmen durch landwirtschaftliche Monokulturen wie Mais und Raps (bieten viel Nahrung und Deckung) aber auch durch Erschließung neuer Lebensräume (Städte) weiterhin zu. So hat sich die jährliche Jagdstrecke im bundesweiten Durchschnitt, seit den 1960er Jahren um das sechszehnfache zugenommen.

Zweifinger-Faultier

Zweifinger-Faultier

Steckbrief

wiss. Name Choloepus didactylus
Anzahl 2 in Schwerin

Faultiere sind perfekt an das Leben in den Baumkronen der Regenwälder angepasst. Sie haben einen speziell entwickelten Verdauungstrakt, um sich von Blättern ernähren zu können. Lange und gebogene helfen ihnen, sich kopfüber über Äste zu hangeln und tragen ihren Scheitel auf dem Bauch, damit das Regenwasser seitlich besser abfließen kann.

Unsere Faultiere Alvin und Ayla haben gemeinsam zwei Töchter und einen Sohn. Da Faultiere eigentlich Einzelgänger sind und es gelegentlich zu heftigen Auseinandersetzungen kommt, wurden die Jungtiere an andere Zoos abgegeben.

Artenschutz

Weil sich Zweifingerfaultiere nahezu ausschließlich hoch in den Baumkronen aufhalten und sie traditionell nicht bejagt werden, findet man sie immer noch relativ häufig in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Sie werden als „nicht gefährdet (LC)“ eingestuft.