Die Frackträger haben jetzt mehr Platz an Land und im Wasser
Die Humboldtpinguine im Schweriner Zoo zählen zu den absoluten Publikumslieblingen und besonders die Fütterung um 14.30 Uhr zählt zum Höhepunkt eines Zoobesuches. Der Platz für die Pinguine in ihrer Außenanlage wurde zu knapp. Die im Jahr 2005 frei gezogene alte Otteranlage in unmittelbarer Nachbarschaft wurde daher für die Pinguine umgebaut.
Die ersten drei Humboldtpinguine haben erfolgreich das zweite Schwimmbecken in ihrer vergrößerten Anlage erprobt. Nun wird sich zeigen wie und wann die nächsten Pinguine die ersten Schritte auf das Neuland wagen. Immerhin müssen sie jetzt ihr gewohntes Terrain verlassen und unbekanntes Land betreten. Beide Schwimmbecken verbindet ein langer Weg. Doppeltes Vergnügen an den Humboldtpinguinen und der neuen Anlage werden auch unsere Zoobesucher haben, so Michael Schneider.
Besucher können zukünftig die Humboldtpinguine an Land watscheln sehen und im neuen Becken unter Wasser ihre Schwimm– und Tauchbewegungen beobachten. Außerdem kommen Besucher ihren Lieblingen sehr nah. Abgrenzungen zur Besucherseite bilden Glasscheiben und flache Zäune, über die die Besucher hinwegschauen können. Die bereits bestehenden Feldtsteinwände sind erhalten worden und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein.
Der wesentlich erweiterte Landteil mit einer Vielzahl abwechslungsreicher Strukturen soll zur Anregung von Erkundungen für die Tiere beitragen sowie die sozialen Integrationen in der Tiergruppe festigen.
Humboldtpinguine sind vom Aussterben bedroht. Der Schweriner Zoo beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv am EEP und plant eine Vergrößerung des Pinguinbestandes um 10 Paare auf insgesamt 30 Brutpaare, wodurch auch die Gruppendynamik sich erhöht sowie die Attraktivität der Gruppe weiter steigt – und das für Mensch und Tier gleichermaßen. Auch die Aussichten für weitere erfolgreiche Pinguinnachzuchten steigen, so Michael Schneider.
Foto: K.-P. Kuhn
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