Nachwuchs bei den bedrohten Thüringer Waldziegen

Nachwuchs bei den bedrohten Thüringer Waldziegen

Auf dem Bauernhof ist trotz der kalten Temperaturen viel los. Der Nachwuchs der Thüringer Waldziegen kann schon lautstark meckern und sich bemerkbar machen. Drei schokoladenbraune Zicklein mit plüschig weißen Beinen laufen, klettern und hüpfen durch ihr Gehege am Bauernhof. Mutter Irmgard bekam am 20. Februar Zwillinge - ein Männchen (Bock) und ein Weibchen (Geiß). Noch am gleichen Tag bekam Ilse ebenfalls Nachwuchs - ein Männchen (Bock). Der zweijährige Zuchtbock Ignatius ist der Vater der zwei Würfe. Nur wenn die drei Zicklein hungrig werden, wird es ruhiger im Gehege, dann drängeln sie sich nämlich an ihre Mütter um Milch zu trinken.
Die Thüringer Waldziege entstand Anfang des letzten Jahrhunderts, als Züchter aus Thüringen in die regionalen Landschläge Toggenburger Ziegen einkreuzten. Im Jahr 1935 wurde die Thüringer Waldziege als eigene Rasse anerkannt. Sie gelten als besonders robust und widerstandsfähig und werden heute gerne als „Landschaftspfleger“ eingesetzt, um Sträucher klein zu halten oder sie werden auch zur Milch- und Fleischproduktion gehalten.
Der Bestand der Thüringer Waldziege ist bedroht. In der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen wird die Thüringer Waldziege als „stark gefährdet“ eingestuft.
in der Innenanlage.