Das Südliche Kugelgürteltier

Neue Tierart im Humboldthaus – Das Südliche Kugelgürteltier

Das Humboldthaus ist um eine weitere Tierart artenreicher geworden. Ein Pärchen des Südlichen Kugelgürteltiers ist eingezogen und bewohnt die neu gestaltete Vitrine im Obergeschoss des Humboldthauses. 

Pedro und Ingrid heißen die Neuzugänge. Pedro ist zwei Jahre alt und stammt aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und seine Partnerin Ingrid ist 9 Jahre alt und wurde im Tiergarten Schönbrunn geboren. Nach einem Aufenthalt im Zoo Halle ist nun der Zoo Schwerin ihr neues zu Hause. Pedro bezog schon kurz vor Weihnachten die umgebaute und naturnahe Vitrine, bevor Ingrid Ende Januar dazukam. Bei der Zusammenführung beider Tiere verlief alles reibungslos und Pedro war sofort sehr interessiert an dem Neuankömmling. Kurzes gegenseitiges Beschnuppern und alles war gut.

Das Südliche Kugelgürteltier gehört wie der Ameisenbär und das Faultier zu den Nebengelenktieren. Es lebt in Südamerika und bewohnt dort offene Graslandschaften, Savannen und trockene Waldgebiete. Kugelgürteltiere sind tagaktiv, verschlafen aber einige Zeit des Tages und lassen sich nur ab und zu blicken. Deshalb solltest du als Besucher einfach mal öfters zu unterschiedlichen Zeiten im Humboldthaus vorbeischauen, um unsere Tiere in Aktion zu sehen. Das auffälligste Merkmal der Kugelgürteltiere ist ihr Panzer, den sie auf dem Rücken tragen. Bei Gefahr rollen sich die Tiere zu einer gepanzerten Kugel zusammen, so dass die gesamte Körperoberfläche vom Panzer bedeckt ist. Dieser Panzer bildet einen guten Schutz vor Fressfeinden.

Allerdings schützt der Panzer die Tiere nicht gegen den Menschen. Kugelgürteltiere werden  wegen ihres Fleisches gejagt, das in Südamerika als Delikatesse gilt. Hinzu wird die Population durch die Zerstörung des Lebensraums immer stärker reduziert. Daher sind die Südlichen Kugelgürteltiere in ihrem Bestand „potenziell gefährdet“ (Rote Liste, IUCN).