Zwei Streifenträger mehr

Unsere beiden Grevyzebrahengste Nero und Randi haben neue Artgenossen dazu bekommen: Am 13.März kamen Babul und Lebro aus dem tschechischen Zoo Dvur Kralove zu uns. Beide sind fast 3 Jahre alt, aber dennoch deutlich größer als die beiden älteren Nero und Randi. Besonders Lebro hat eine beeindruckende Körpergröße. Daran kann man ihn gut von den anderen drei unterscheiden. Im Temperament sind die beiden ganz anders als die alteingesessenen. Viel nervöser und hektischer. Das erste Zusammentreffen mit den Nashörnern verlief daher eher kurz: die beiden sahen die großen Tiere und beschlossen lieber auf einen anderen Anlagenteil zu flüchten. Bei 8.000 m2 ist genug Platz um sich gegenseitig auszuweichen. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis sie sich trauen in der Nähe der Nashörner zu bleiben.

Grevy-Zebras sind natürlicherweise im Osten Afrikas und am Horn von Afrika verbreitet und beleben dort trockene und halbtrockene Graslandschaften. Sie sind die größte Wildpferdeart. Tragischerweise geht die Anzahl wild lebender Tiere gravierend zurück. Waren es in den 1980er Jahren noch etwa 5.800 Individuen, so sind es heute geschätzt nur 2.600 Tiere, die zudem in stark zersplitterten Kleingruppen leben. Neben der Bejagung wegen ihres Fleisches stehen sie in direkter Konkurrenz zu Viehherden um den Zugang zu Wasser und Weideflächen. Das größte Problem ist jedoch der kontinuierliche Rückgang an geeignetem Lebensraum und die zunehmende Dürre, als Folge des globalen Klimawandels. Das Überleben dieser bildhübschen Tierart wird als äußerst kritisch erachtet, daher wird das Grevy-Zebra auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt. Der Zoo Schwerin beteiligt sich am EEP für Grevyzebras und hält nur Hengste.  Diese Junggesellengruppen dienen als Zwischenstation, bis für die ausgewachsenen männlichen Tiere geeignete Partner für eine Zucht in einer anderen Einrichtung gefunden sind.