Von den Besuchern wurde folgende Szene in den letzten Tagen oft beobachtet: Der Kängurunachwuchs schaut aus dem Beutel oder erkundet die Anlage. Dabei ist es für die Zoomitarbeiter gar nicht so einfach festzustellen, ob es Nachwuchs bei den Beuteltieren gibt. Das Jungtier ist bei der Geburt nur wenige Zentimeter groß und bahnt sich im blinden und unbehaarten Zustand selbstständig seinen Weg in den Beutel der Mutter, wo es gesäugt wird und heranwächst. Bewegt sich der Beutel oder wächst merklich, können die Zootierpfleger sich der Existenz des Jungtieres sicher sein.
Am 16.01.2022 blickte das Jungtier des Östlichen Grauen Riesenkängurus erstmalig aus dem Beutel von Weibchen "Elisa". Da es die meiste Zeit im Beutel der Mutter verbringt, konnten bislang weder das Geschlecht bestimmt, noch das Tier mit einem Identifikationschip versehen werden. Das soll sich nun in nächster Zeit ändern, wenn der Nachwuchs zunehmend die Anlage erkundet.
Im vergangen Jahr herrschten in Australien starke Waldbrände, wodurch nicht nur der Lebensraum der Östlichen Grauen Riesenkängurus zerstört wurde, auch viele Tiere fielen diesen zum Opfer. Nun soll ihr Gefährdungsstatus durch die IUCN aktualisiert werden.