- UWE -
Der Umwelt-Euro

UWE - Mit jedem Zoobesuch Gutes tun

UWE

Der Umwelt-Euro „UWE“ macht aus jedem Zoobesuch einen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern fördern wir regionale Umweltprojekte in und um Schwerin sowie ausgewählte Artenschutzprojekte in Mecklenburg-Vorpommern und weltweit. So trägt jeder Besuch im Zoo Schwerin unmittelbar zum Erhalt bedrohter Arten und ihrer Lebensräume bei.

24
geförderte Projekte & Partner seit 2021
> 259.000
€ bereits investiert seit 2021
> 500.000
€ bisher gesammelt seit 2021

Mit UWE Natur- und Artenschutz fördern

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Mit dem Umwelt-Euro „UWE“ leisten der Zoo Schwerin und seine Besucherinnen und Besucher gemeinsam einen aktiven Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Erlöse fließen vollständig in ausgewählte Natur- und Artenschutzprojekte – in Schwerin und der Region ebenso wie in internationale Projekte zum Erhalt bedrohter Arten und ihrer Lebensräume.

Seit der Einführung im Jahr 2021 ermöglicht UWE jedem Zoogast, sich mit einem kleinen freiwilligen Beitrag unkompliziert am Natur- und Artenschutz zu beteiligen. Aus vielen einzelnen Euros entsteht so eine wirkungsvolle Unterstützung für Projekte, die Arten schützen, Lebensräume erhalten oder wiederherstellen und Menschen für den Schutz unserer Natur begeistern.

Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein unabhängiger UWE-Fachbeirat. Dieses ehrenamtliche Gremium setzt sich aus Fachleuten verschiedener Institutionen zusammen und bewertet eingereichte Projektanträge anhand fachlicher Kriterien. So wird sichergestellt, dass die verfügbaren Mittel dort eingesetzt werden, wo sie den größtmöglichen Nutzen für Natur- und Artenschutz entfalten.

Der Umwelt-Euro wird freiwillig zusätzlich zum regulären Eintritt erhoben. Ob Sie sich beteiligen möchten, entscheiden Sie selbst an der Zookasse. Jeder gespendete Euro fließt zu 100 Prozent in die Arbeit zugunsten des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes.

 

 

Werden Sie Teil des UWE-Netzwerks!

UWE-Münze

Kein Zoo, keine Organisation und kein Mensch kann den Verlust der biologischen Vielfalt allein aufhalten. 

Doch gemeinsam können wir einen wirksamen Beitrag leisten.

Unterstützen Sie den Umwelt-Euro UWE – mit einer Spende, einer Kooperation oder einer eigenen Idee. 

Gemeinsam ermöglichen wir konkrete Natur- und Artenschutzprojekte mit nachhaltiger Wirkung.

Wenn Sie UWE durch eine Spende, eine Unternehmenskooperation oder auf andere Weise unterstützen möchten, freuen wir uns auf den Austausch mit Ihnen!

Sie erreichen Maximilian Birkendorf, UWE-Koordinator im Zoo Schwerin, via birkendorf@zoo-schwerin.de.

Gerne nehmen wir eine Spende direkt auf unser Spendenkonto (Verwendungszweck "UWE-Spende") entgegen.

IBAN: DE95 1405 2000 0380 0626 90

SWIFT-BIC: NOLADE21LWL

Sparkasse Mecklenburg-Schwerin

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

UWE-Projektbeispiel #1: Schutzmaßnahmen rund um den Moorkomplex Schelfvoigtsteich

Projektpartner: Stadtwerke Schwerin GmbH, Landesforst Mecklenburg-Vorpommern

Projektausführung: 2021 - 2022

Moore gehören zu den artenreichsten und zugleich wirksamsten natürlichen Klimaschützern. Das Kalkflachmoor am Schelfvoigtsteich, nur sieben Kilometer von Zoo Schwerin entfernt, verlor durch Verlandung und Entwässerung im vergangenen Jahrhundert zunehmend an Wasserfläche und ökologischer Funktion. 

Was macht das Projekt?

Gemeinsam mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und den Stadtwerken Schwerin wurde 2022 ein Revitalisierungsprojekt umgesetzt: Durch eine Spundwand im Entwässerungsgraben wurde die Wasserrückhaltung auf rund 5,9 Hektar verbessert und das Moor hydrologisch stabilisiert. So werden natürliche Wasserstände wieder gefördert und wertvolle Moorlebensräume gesichert. 

Warum ist das wichtig?

Wiedervernässte Moore verbessern die Lebensbedingungen seltener Arten von Libellen (z. B. die geschützte Große Moosjungfer), von an Wasser gebundenen Vögeln (z.B. Eisvogel und Schellente) sowie Pflanzenarten von Wasserschläuchen und Armleuchteralgen bis hin zu Schneidried. Gleichzeitig leisten intakte Moore einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie Treibhausgasemissionen aus entwässerten Torfen reduzieren.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung half der Zoo Schwerin, einen konkreten Baustein zur langfristigen Sicherung dieses sensiblen Ökosystems umzusetzen. Besonders bemerkenswert: Für die Projektfläche ist ein moorschutzangepasstes Management und Monitoring über 30 Jahre vorgesehen, die erste Kartierung ist für 2027 geplant. 

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 34.350 Euro im Jahr 2022 (UWE-Mittel)
Region: Schwerin / Schelfwerder
Fokus: Moorrevitalisierung, Biodiversität, Klimaschutz

Hier befindet sich das Projekt. Ein Video über die Umsetzung des Projekts findet sich hier: Stadtwerke, Landesforst und Zoo renaturieren Moor.

UWE-Projektbeispiel #2: Erforschung der Rotwild-Population und -wanderungen in Mecklenburg-Vorpommern

Projektpartner: RotWildes Mecklenburg-Vorpommern

Projektausführung: seit 2025

Rotwild braucht vernetzte Lebensräume. Straßen, Siedlungen und neue Infrastruktur zerschneiden jedoch Wanderkorridore und erschweren den genetischen Austausch zwischen Populationen. Langfristig kann dies die Anpassungsfähigkeit und Gesundheit des Rotwildes gefährden; einige Individuen mit genetischen Auffälligkeiten durch Inzuchtdepression (z. B. Kieferdeformationen) sind bereits bekannt. 

Was macht das Projekt?

Das Projekt „RotWildes MV – Zukunft bewahren“ untersucht erstmals landesweit Wanderbewegungen und genetische Vernetzung des Rotwildes in Mecklenburg-Vorpommern. Durchgeführt werden genetische Analysen sowie die Erarbeitung eines Rotwildwege- und Managementplans, der auch den Bau von Wildbrücken eruiert. So sollen wichtige Korridore identifiziert und besser geschützt werden.

Warum ist das wichtig?

Das Projekt schafft wissenschaftliche Grundlagen für einen besseren Schutz wandernder Wildtierpopulationen und hilft, Konfliktbereiche frühzeitig zu erkennen. Davon profitieren nicht nur Rothirsche, sondern ganze Landschaften und ihre ökologische Durchlässigkeit.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung finanziert der Zoo Schwerin die PCR-Analysen der von Jägerinnen und Jägern an die Projektleitung versandten genetischen Proben – ein zentraler Baustein des Projektes. Gemeinsam mit Partnern wie der Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern, dem Landesjagdverband MV und wissenschaftlichen Einrichtungen trägt der Zoo dazu bei, Deutschlands letzte große Pflanzenfresser langfristig im Bundesland zu sichern.

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 20.000 Euro im Jahr 2025 (UWE-Mittel)
Region: Mecklenburg-Vorpommern
Fokus: Wanderkorridore, genetische Vielfalt, Lebensraumvernetzung

Weitere Informationen: RotWildes Mecklenburg-Vorpommern - Projektziele & Hintergrund

UWE-Projektbeispiel #3: Naturschutzsensibilisierung auf Kaninchenwerder

Projektpartner: Stadtwerke Schwerin GmbH, Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Fachdienst Umwelt Landeshauptstadt Schwerin

Projektausführung: 2025

Naturschutz braucht nicht nur geschützte Lebensräume, sondern auch Verständnis für ihren Wert. Im Naturschutzgebiet Kaninchenwerder unterstützt das Projekt eine naturverträgliche Besucherlenkung und vermittelt Wissen über seltene Arten und empfindliche Lebensräume des EU-Vogelschutzgebietes Schweriner Seen.

Was macht das Projekt?

Entlang des kleinen Rundwegs zum Aussichtsturm wurden Informationstafeln zu Arten, Lebensräumen und richtigem Verhalten im Schutzgebiet entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Zielarten wie Seeadler, Eisvogel, Haubentaucher, Schell- und Tafelente sowie wertvolle Lebensräume wie Röhrichte mit Rohrkolben und Igelkolben, artenreiche Waldwiesen und geschützte Naturdenkmäler.

Warum ist das wichtig?

Gezielte Besucherlenkung hilft, störungsempfindliche Arten und sensible Lebensräume besser zu schützen. Gleichzeitig macht das Projekt ökologische Zusammenhänge sichtbar – vom Insektenlebensraum der Waldwiesen mit Wiesen-Schaumkraut und Schwarzschopf-Segge bis zu Brut- und Rückzugsräumen wassergebundener Vogelarten.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung unterstützte der Zoo Schwerin ein Projekt, das Schutz nicht nur über Flächen, sondern über Wissen und Verhalten stärkt. Gemeinsam mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, der Landeshauptstadt Schwerin und den Stadtwerken Schwerin entsteht ein Naturerfahrungsraum, in dem Bildung und Biodiversitätsschutz zusammenwirken.

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 3.855 Euro im Jahr 2024 (UWE-Mittel)
Region: NSG Kaninchenwerder 
Fokus: Umweltbildung, Besucherlenkung

UWE-Projektbeispiel #4: Kopfweidenpflege in Medewege

Projektpartner: Fachdienst Umwelt Landeshauptstadt Schwerin

Projektausführung: 2022

Kopfweiden prägen seit Jahrhunderten Kulturlandschaften und sind zugleich wertvolle Lebensräume für zahlreiche bedrohte Arten. Entlang des Aubachs in Medewege unterstützt das Projekt den Erhalt alter Kopfweiden, deren ökologische und kulturhistorische Bedeutung weit über ihren landschaftsprägenden Charakter hinausreicht.

Was macht das Projekt?

Gemeinsam mit dem Fachdienst Umwelt der Landeshauptstadt Schwerin wurden 20 alte Kopfweiden fachgerecht gepflegt und zurückgeschnitten, um ihren langfristigen Erhalt zu sichern. Ergänzend wurden aus Weidenholz Totholzhaufen als zusätzliche Kleinlebensräume angelegt. Das Projekt verbindet damit traditionelle Landschaftspflege mit konkreter Förderung biologischer Vielfalt. 

Warum ist das wichtig?

Alte Kopfweiden bieten Höhlen, Totholzstrukturen und Nahrung für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Regelmäßige Pflege verhindert das Auseinanderbrechen alter Bäume und erhält diese besonderen Habitatstrukturen langfristig. Gleichzeitig bleiben charakteristische Elemente einer artenreichen Kulturlandschaft bewahrt.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung unterstützte der Zoo Schwerin ein Projekt, das traditionelle Pflege als moderne Naturschutzmaßnahme sichtbar macht. Besonders bemerkenswert: Hier wurden bestehende Lebensräume nicht neu geschaffen, sondern durch gezielte Pflege dauerhaft erhalten und ökologisch aufgewertet.

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 20.879 Euro im Jahr 2022 (UWE-Mittel)
Region: Aubach, Medewege
Fokus: Kulturlandschaftspflege, Habitatbäume, Strukturvielfalt

Hier befindet sich das Projekt.

UWE-Projektbeispiel #5: Wiedereinführung des Braunen Brüllaffen

Projektpartner: Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.

Projektausführung: 2022 - 2023

Der Braune Brüllaffe (Alouatta guariba clamitans) war auf der brasilianischen Insel Santa Catarina bereits vor rund 300 Jahren verschwunden. Obwohl sich der Atlantische Regenwald dort teilweise regenerieren konnte, blieben viele ökologische Funktionen verloren. Das Projekt unterstützt die Rückkehr einer einst ausgerotteten Schlüsselart. 

Was macht das Projekt?

Gefördert wurden über die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) die Vorbereitung der Wiederansiedlung, Gesundheits- und Genetikuntersuchungen potenzieller Auswilderungstiere, das Monitoring des Freilassungsgebietes sowie Umweltbildungsmaßnahmen mit lokalen Gemeinden. Ziel war es, die Grundlagen für die Wiedereinführung dieser bedrohten Primatenart auf Santa Catarina zu schaffen. 

Warum ist das wichtig?

Brüllaffen sind mehr als nur Bewohner des Regenwaldes – sie verbreiten Samen, unterstützen natürliche Waldverjüngung und tragen zu wichtigen Stoffkreisläufen bei. Ihre Rückkehr kann helfen, verlorene ökologische Prozesse wiederherzustellen und die Biodiversität in regenerierenden Wäldern zu stärken.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung unterstützte der Zoo Schwerin ein Projekt des sogenannten trophischen Rewilding: Nicht nur eine Art soll zurückkehren, sondern auch ihre ökologische Funktion. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung aus Wiederansiedlung, wissenschaftlicher Vorbereitung und Einbindung lokaler Gemeinden. Im Folgejahr des Projekts konnten tatsächlich wieder Braune Brüllaffen erfolgreich auf Santa Catarina angesiedelt werden, die ZGAP betreut das Projekt weiterhin mit. 

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 5.430 Euro im Jahr 2022 (UWE-Mittel, generiert aus dem Zoolauf)
Region: Insel Santa Catarina, Brasilien
Fokus: Wiederansiedlung, Regenwaldökologie, Wiederherstellung ökologischer Prozesse

UWE-Projektbeispiel #6: Himmelblauer Zwergtaggecko

Projektpartner: Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V., Thüringer Zoopark Erfurt und viele weitere Zoos

Projektausführung: seit 2021

Der Himmelblaue Zwergtaggecko (Lygodactylus williamsi) kommt ausschließlich in einem nur etwa vier Quadratkilometer großen Tieflandwald in Tansania vor – dem Kimboza Forest Nature Reserve. Dort lebt er ausschließlich auf einer einzigen Schraubenbaumart (Pandanus rabaiensis). Illegale Entnahme für den Heimtierhandel, invasive Pflanzenarten (Verdrängung des Schraubenbaumes) und die fortschreitende Zerstörung des Waldes haben dazu geführt, dass die Art heute als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) gilt.

Was macht das Projekt?

Unter der Leitung der Sokoine University of Agriculture engagieren sich lokale Mitarbeitende für den langfristigen Schutz des Kimboza-Waldes. Invasive Baumarten werden entfernt, Brandschneisen angelegt und gepflegt, Waldpatrouillen verhindern illegale Holznutzung und Wilderei. Gleichzeitig werden in einer eigenen Baumschule jährlich rund 30.000 Jungpflanzen heimischer Baumarten herangezogen, um geschädigte Waldflächen zu renaturieren. Darüber hinaus werden Flächen außerhalb des Schutzgebietes erworben, um einen Biotopverbund zwischen dem Kimboza- und dem Ruvu-Wald zu schaffen.

Warum ist das wichtig?

Der Himmelblaue Zwergtaggecko ist eine Flaggschiffartfür den Schutz des Kimboza-Waldes. Von der Wiederherstellung seines Lebensraums profitieren zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten dieses außergewöhnlichen Biodiversitäts-Hotspots. Bereits heute zeigen die Maßnahmen Wirkung: Mit der Rückkehr heimischer Schraubenbäume besiedeln auch die Geckos zunehmend wieder ihre natürlichen Lebensräume.

Ein Beitrag mit Wirkung

Mit seiner Förderung unterstützt der Zoo Schwerin gemeinsam mit der ZGAP und weiteren internationalen Partnern sowie mitfinanzierenden Tiergärten den langfristigen Erhalt des Kimboza-Waldes. Das Projekt verbindet praktischen Lebensraumschutz mit wissenschaftlicher Forschung und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung – ein wichtiger Beitrag zum Schutz einer der seltensten Reptilienarten der Welt.

Beitrag Zoo Schwerin:

Förderung: 1.500 Euro von 2021 bis 2026 (UWE-Mittel)
Region: Kimboza Forest Nature Reserve, Tansania
Fokus: Waldrenaturierung, Lebensraumschutz, Himmelblauer Zwergtaggecko

Weitere Informationen rund um das Projekt befinden sich auf der Website des Kimboza Forest Gecko Project.

UWE-Projektbeispiele #7 und #8: Erforschung und Schutz des Rothundes in Nepal

Im Zoo Schwerin lebt ein ganzes Rudel der in der Natur selten gewordenen Rothunde (Cuon alpinus). Der Rot- oder Asiatische Wildhund gilt ökologisch als wichtigster Beutegreifer in den Mittelgebirgen Nepals. Gleichzeitig ist er leider stark bedroht, da er von der lokalen Bevölkerung als potenzielle Gefahr für Nutztierherden gesehen und daher massiv bejagt wird. Ein vom Zoo Schwerin gefördertes, befristetes Projekt unseres langjährigen Kooperationspartners, der ZGAP (Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.), zielte im Jahr 2020 darauf ab, die Bewegungen der Rothunde und Nutzung ihrer Lebensräume im Annapurna-Schutzgebiet an der Grenze zu Tibet besser zu verstehen sowie die Bedrohungen zu bewerten, damit ihre Erhaltung zukünftig gesichert werden kann. In dem Gebiet wurden Kamerafallen aufgestellt und illegale Aktivitäten und Schlingfallen dokumentiert und entfernt. Neben den Rothunden wurden dabei auch Arten wie Leoparden und Nebelparder, aber auch potenzielle Beutetiere des Rothundes wie Muntjaks, Wildschweine und Himalaja-Serau fotografiert. Rothunde ernähren sich von großen Paarhufern, deren Zahl und Vielfalt in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Steigende Wildschweinbestände geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass auch die Rothundpopulationen zukünftig ansteigen können und sich unabhängig von Nutztierherden entwickeln. Finanziert wurde das Projekt aus den Einnahmen des 3. Zoolaufes im Jahr 2020

Im Jahr 2026 wird das Projekt im Rahmen des nepalesischen "Rothundschutz-Aktionsplans" aus 2025 andernorts neu aufgelegt - und der Zoo Schwerin wird aus UWE-Mitteln, die durch die Einnahmen des 8. Zoolaufes am 17. September 2026 generiert werden, erneut finanziell unterstützen!

Im Chitwan-Parsa-Komplex in Nepal deuten Daten aus Kamerafallen auf einen weiteren Bestandseinbruch der Rothunde hin. Da es im natürlichen Verbreitungsgebiet vermutlich nur noch weniger als 2.000 Tiere gibt, ist dies für den Fortbestand der Art eine katastrophale Nachricht! Im Mittelpunkt des Projekts, welches von denselben Menschen und Organisationen durchgeführt wird wie vor 6 Jahren in Annapurna, steht der Aufbau eines Netzwerks lokaler "Citizen Scientists", die Vorkommen dokumentieren, Bedrohungen erfassen und so helfen, die bislang vielerorts noch unerforschte Art besser verstehen und somit schützen zu können.

Sie wollen das Rothund-Schutzprojekt gemeinsam mit der ZGAP und uns unterstützen? Hier geht´s zum Zoolauf 2026!

Unsere Langzeit-Partner im internationalen Artenschutz