Ein neues Gesicht im Humboldthaus: Pudu-Weibchen zieht ein

Das tropische Humboldthaus hat eine neue Bewohnerin. Pudu-Dame "Sierra" zog vor wenigen Wochen in die WG mit den Totenkopfaffen und dem Männchen "Hektor" ein. Und für die beiden Zwerghirsche war es gleich Liebe auf den ersten Blick. Schon bei der ersten Begegnung schickten sich beide an etwas für die Arterhaltung zu tun. Tierpflegerin Hannah Ragan berichtet begeistert: "Ich dachte die beschnuppern sich vorsichtig, aber unser Männchen war gleich Feuer und Flamme!"

Beim Pudu wird zwischen dem Nördlichen und dem Südlichen Pudu unterschieden. Bei uns könnt ihr den Südlichen Pudu beobachten, der in der Natur in u.a. in den Bergwäldern der südamerikanischen Anden bis auf einer Höhe von 1.700 m lebt. Das Tier ernährt sich von Laub und Trieben sowie weiteren Pflanzen, zusätzlich frisst er auch Obst und Nüsse. Sie sind überwiegend dämmerungsaktiv, können aber auch am Tag beobachtet werden. Die Bestände des Südpudus nehmen, durch Bejagung und Lebensraumeinschränkungen kontinuierlich ab. Aus diesem Grund wird die Art von der IUCN als "potentiell gefährdet" eingestuft.